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01.08.2012 Landshut

Neue Pläne für Ausweichquartier

Stadttheater bald im alten Schlachthof?


Kommt jetzt doch noch Leben in den Alten Schlachthof? Wie Mitglieder des Landshuter Kultursenats berichten, gebe es Überlegungen, das Areal als Ausweichquartier für das Stadttheater zu nutzen.

 

Das hätte laut Dr. Maria Fick (FDP), Lothar Reichwein (FW), Rosemarie Schwenkert (BfL) und Gabriele Goderbauer-Marchner (CSU) gleich mehrere Vorteile. „Wir begrüßen das“, so das Quartett zum Wochenblatt.
 
Um die seit dem Aus von LA-Markt leer stehende Schlachthofhalle nutzen zu können, müsste die Stadt das Gebäude kaufen. Laut Reichwein wären dafür rund 1,2 Millionen Euro fällig. „Der Besitzer der Halle, ein Münchner Investor, würde es verkaufen“, so Reichwein. Eine lohnende Investition, denn ein Ausweichquartier braucht das Stadttheater auf alle Fälle während der Sanierung. Eine Zelt-Lösung, wie sie zum Beispiel das Deutsche Theater in München realisierte, würde gleich mehrere Millionen kosten. Aber das interfraktionelle Quartett aus dem Kultursenat geht noch weiter: Man könne, so die Überlegung, „den Alten Schlachthof auch dauerhaft bespielen“, so Gabriele Goderbauer-Marchner.
 
Würde man beim Projekt Stadttheatersanierung diese Auslagerung berücksichtigen, könnte man sich beim Erweiterungsbau „3 bis 5 Millionen Euro sparen“, so die Rechnung der Stadträte.
 
Tatsächlich wären wichtige Infrastrukturen im Alten Schlachthof bereits vorhanden. Eine Tiefgarage mit jeder Menge Stellplätze zum Beispiel, Toilettenanlagen und Räumlichkeiten für die Schauspieler. Auch würde die Halle 250 bis 300 Zuschauer fassen.
Auch Intendant Stefan Tilch könnte sich mit dieser Lösung anfreunden. „Das ist ein tolles Gebäude, ganz fantastisch. Wir könnten die Halle nach dem Umbau des Stadttheaters weiter als Studio bespielen.“
 
Vor allem wäre die Investition der Stadt dann nicht einfach nach drei Jahren Umbauzeit verloren, so wie bei einer Zeltlösung. „Das wäre ja verbranntes Geld“, so Tilch. Laut dem Intendanten gebe es aber noch eine Möglichkeit, die derzeit überprüft werde. „Wir haben uns überlegt, den Anbau des Stadttheaters zuerst zu realisieren.“
 
Diesen Anbau könnte man dann als Ausweichquartier während der Sanierung des eigentlichen Theaters nutzen. „Man könnte so die Kosten für ein Ausweichquartier gleich in das Stadttheater investieren“, so Tilch. Derzeit werde von einem Architektenteam überprüft, wie teuer diese Variante kommen würde.
 
Fest zu stehen scheint indes eines: „Es wird auf eine dieser beiden Varianten hinauslaufen“, so Tilch. Welche es werden wird, das wird dann wohl der Taschenrechner entscheiden.
Autor: Alexander Schmid

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