Marcel Helfer musste sofort nach dem Rennen ins Klinikum
Kalium-Drama um Speedway-Star

ACL-Fahrer Marcel Helfer hatte mit riesigen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: „Ich hatte nach dem ersten Lauf Schwindelgefühle und in den nächsten drei Rennen ging gar nichts. Ich habe fast nichts mehr gesehen.“ Erst gegen Ende des Duells mit Spitzenreiter Stralsund sei es ihm ein wenig besser gegangen „und ich habe mich etwas zusammenreißen können.“
Obwohl es ihm gar nicht gut ging, heimste der 21-Jährige an diesem Abend in der Ellermühle noch neun Punkte für den ACL ein und verhalf seinem Team zum 46:38-Erfolg – und damit zum Finaleinzug (am 3. Oktober in Landshut, am 6. Oktober in Stralsund).
Doch nach der Siegerehrung ging‘s mit Marcel Helfer rapide bergab: Während seine Teamkameraden den Erfolg feiern konnten, „konnte ich kaum noch gerade stehen und habe beim Gehen Hilfe gebraucht“, so Helfer zum Wochenblatt. Das große Speedway-Talent wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte bei ihm einen akuten Kalium-Mangel feststellten und ihn sofort behandelten.
Eigentlich hätte der 21-Jährige am Sonntagmorgen um 9 Uhr nach England fliegen und am gleichen Abend für die Edinburgh Monarchs in der englischen Premier League Rennen fahren sollen. Helfer: „Aber mir war immer noch so schwindelig, dass an Fliegen oder Rennen fahren nicht zu denken war.“
Da es an jenem Sonntagabend aber in England stark regnete, wurde das Rennen letztlich sogar ganz abgesagt und am Montagabend nachgeholt. Da war Helfer freilich wieder am Start. Der Kalium-Haushalt wurde mittels Tabletten wieder ins Soll gebracht. Und Marcel Helfer weiß nun auch, woran es gelegen hat: „Die Ernährung ist schuld. Die Esskultur in England ist etwas anders als bei uns. Da ist meist sehr wenig Kalium im Essen.“ Darum werde er künftig verstärkt darauf schauen, was er bei seinen „Speedway-Ausflügen" ins europäische Ausland zu sich nehme.
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