Landshuter Polizei nagelt Diebesbande fest
Sogar die eigene Oma ausgeplündert

Auslöser für den Ermittlungserfolg war im Januar der Einbruch in eine Wohnung im Stadtgebiet. Die Gier nach Bargeld war dabei so groß, dass einer der Täter nicht davor zurückschreckte, in die Wohnung seiner eigenen Großmutter einzudringen Zunächst verwüstete der 20-jährige jugendliche Intensivtäter die eigene Wohnung, um so einen Einbruch vorzutäuschen.
Aus der Wohnung entwendete er mit seinen Kumpanen den Tresor des Vaters, der dann aufgebrochen wurde. Darin befand sich u. a. der Schlüssel zur Wohnung seiner Großmutter. Mit diesem Schlüssel drangen sie in die Wohnung der Großmutter ein und täuschten hier wiederum einen Einbruch vor. Die Diebe entwendeten einen Bargeldbetrag von mehr als 2.000 Euro.
Nachdem sie die Tat verübt hatten, fuhren sie zum Nordfriedhof und teilten dort die Beute. Sie blieben jedoch nicht lange im Besitz des Bargeldes, dieses wurde unmittelbar danach in einem Spielcasino in Landshut verzockt. Lediglich den Betrag von rund 500 Euro aus dem Einbruch konnten die Polizisten bei der Festnahme eines Täters sicherstellen. Durch umfangreiche Recherchen gelang es den Beamten, die vier Täter im Alter zwischen 15 und 23 Jahren zu ermitteln.
Die Polizei legt ihnen weitere Diebstähle bzw. Einbrüche zur Last. Das Quartett war in ständig wechselnder Besetzung, teilweise auch allein, unterwegs. So in der Nacht auf den 27.12. in der Stethaimerstraße 33: Aus einem Imbissstand erbeuteten die Täter Bargeld und mehrere Schachteln Zigaretten. Bereits im September ereignete sich in ein Bürogebäude in der Porschestraße 21 ein Einbruch.
Hier warfen die damals Unbekannten einen Pflasterstein an der Westseite des Gebäudekomplexes in eine Scheibe und gelangten so in das Bürogebäude. Im 1. Stock durchsuchten sie sämtliche Räumlichkeiten und ließen dabei vier Laptops im Wert von rund 2.600 Euro mitgehen. Am 30.12. erhielt die Polizei die Mitteilung, dass die Schaufensterscheibe eines Geschäfts in der Kirchgasse eingeschlagen wurde. Abgesehen hatten es die Täter auf mehrere Mobiltelefone. Ein weiterer Einbruch am 13.01. in einen Bürocontainer in der Ottostraße geht nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei ebenfalls auf das Konto der Täter.
Nach Überzeugung der Ermittlungsbeamten kommt der 20-Jährige Intensivtäter auch für einen Diebstahl am 17.01. in einer Gaststätte in der Kirchgasse in Frage, Beute war ein Laptop. In der Nacht auf 18.01. war eine Verkaufsbude in der Siemensstraße 17 das Ziel von den Einbrechern. Sie entwendeten aus einer Kasse Bargeld in Höhe von 500 Euro. Auch für diesen Einbruch dürfte nach Ermittlungen der Polizei die Bande verantwortlich gewesen sein. Weiter ging die Tour am 26.01. im Kapuzinerweg. Hier wollte der 20-Jährige die große Schaufensterscheibe eines Elektrogeschäftes einwerfen. Er scheiterte jedoch an der robusten Beschaffenheit der Scheibe. Die letzte bekannte Tat des 20-Jährigen liegt erst einige Tage zurück: Zur Mittagszeit besuchte er am 31.01. einen Imbiss am Johann-Weiß-Weg. Dort lockte er unter einem Vorwand den Betreiber aus dem Imbiss. In dieser Zeit entwendete er die Geldbörse des Mannes mit rund 300 Euro Bargeld.
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