19.07.2017 Landshut

Landshuter MItte stellt Positionspapier vor

Sieben Punkte gegen die Krise auf dem Wohnungsmarkt in Landshut

Fraktion Landshuter Mitte
Foto: Schulz
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt in Landshut ist angespannt. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Die Landshuter Mitte listet jetzt in einem Positionspapier sieben Punkte auf, die angepackt werden müssen. So zum Beispiel der Wohnungsleerstand in der Innenstadt.

Sieben Punkte für „mehr Wohnraum in Landshut“. Am Dienstag stellte die Stadtratsfraktion der Landshuter Mitte ihr neues Positionspapier vor, mit dem sie der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt in Landshut begegnen will.
Dabei soll das Positionspapier nicht direkt Forderungen stellen, viel mehr soll es Impulsgeber sein, damit sich alle Fraktionen gemeinsam mit dem Thema Wohnraum beschäftigen und alte Regelungen noch einmal überdacht werden können.
 
So müsste laut LM zum Beispiel der bisher gültige Flächennutzungsplan verworfen werden und an die kommenden Einwohnerzahlen angepasst werden. Denn der bisher gültige Flächennutzungsplan sieht vor, dass bis 2020 maximal 65.700 Einwohner in Landshut leben. Die Einwohnerzahl Landshuts beläuft sich aber bereits auf 70.675 Einwohner (Stand 31.05.17). Tendenz weiter steigend.
 
„Durch die Belebung der Landshuter Innenstadt könnte attraktiver Wohnraum geschaffen werden“, ist sich die Stadtratsfraktion einig. In der Innenstadt gebe es zur Zeit ca. 1.200 leer stehende Wohnungen.
Ein Leerstandsbeauftragter könnte dort Abhilfe schaffen. Dieser Leerstandsbeauftragte soll mit offenen Auge durch Landshut gehen und Hausbesitzer gezielt ansprechen und diese bei ihren Sanierungsvorhaben, speziell bei Behördengängen und Bauunternehmen, unterstützen. Durch die Schaffung dieser Stelle, welche als Grundqualifikation eine Ausbildung im Bereich Denkmalschutz und Bauingenieurswesen haben muss um verlässliche Aussagen treffen zu können, wären so in wenigen Jahren zwischen 200 und 300 Wohnungen wieder nach heutigen Standards bewohnbar.
Des Weiteren ist sich die Fraktion einig, dass die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau bzw. Wohnungssanierung an die heutige Zeit angepasst werden müssen. So soll der Schlüssel von 1,5 Stellplätzen pro Wohnung verringert werden. Besonders immer mehr junge Leute drängen in die Innenstadt, wobei die Zahl der jungen Autohalter rückgängig ist, was diesen Schlüssel nicht mehr zeitgemäß macht.
 
Auch beim Thema „Sozialer Wohnungsbau“ müsse gehandelt werden. So soll neben dem Umlegungsverfahren, durch städtebauliche Verträge gezielt sozialer Wohnungsbau betrieben werden.
 
Die Stadtratsfraktion möchte erreichen, dass es in Zukunft keine städtische Wohnbaugesellschaft geben wird, da es bereits vier private Wohnbaugesellschaften in Landshut gibt, die einen guten Job machen. Zudem soll eine Resolution an den Gesetzgeber gehen, „unsinnige Vorgaben für den Wohnungsbau zu unterlassen“.
 
Hans-Peter Summer hofft, dass die anderen Fraktionen die Meinung der Landshuter Mitte teilen und so gemeinsam die Landshuter Zukunft und aktiv das „Landshuter jetzt“ gestaltet werden kann.
Autor: Schulz

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