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16.08.2012 Landshut

Es bleibt bei lebenslänglich für Christopher M.

Schwangeren-Mord: Revision abgeschmettert!

Schwangerenmord-Prozess Christopher M.
Foto: ws
Es bleibt bei der lebenslänglichen Freiheitsstrafe für den inzwischen 28-jährigen Koch Christopher M. aus Oberergoldsbach wegen Mordes an seiner schwangeren Geliebten Nicole S. (23): Der Bundesgerichtshof hat über ein Jahr nach der Urteilsverkündung die Revisionen der Verteidiger Hubertus Werner und Helmut Mörtl abgeschmettert.

Das Urteil hatte die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Landshut am 1. August letzten Jahres nach 73 vorausgegangenen Verhandlungstagen, die sich über ein knappes Jahr hingezogen hatten, verkündet: Lebenslänglich wegen Mordes und Schwangerschaftsabbruch. Die Kammer war mit ihrem Urteil dem Antrag von Staatsanwalt Hubert Krapf gefolgt und hatte gleichzeitig die „besondere Schwere der Schuld“ festgestellt, so dass eine frühest möglich Entlassung des 28-Jährigen aus der Haft nach 15 Jahren nicht in Frage kommt.

 

Die Urteilsverkündung in dem aufsehenerregenden Prozess, dessen Kosten sich nach Insider-Schätzungen auf mehrere 100.000 Euro beliefen, hatten weit über 100 Zuhörer, darunter auch die Eltern und die Lebensgefährtin des Kochs, die für Prozessbeobachter erkennbar bis zuletzt von seiner Unschuld überzeugt waren, völlig überfüllten Landshuter Schwurgerichtssaal verfolgt.

 

Christopher M. hatte das Urteil und die Begründung ohne jegliche äußerliche Regung zur Kenntnis genommen. Die Verteidiger hatten in jeweils mehrstündigen Plädoyers Freispruch und für ihren Mandanten eine finanzielle Entschädigung für die seit 10. Oktober 2009 erlittene Untersuchungshaft gefordert. Sie argumentierten, dass die Anklage nur auf Spekulationen beruhe: Nichts sei erwiesen, nichts mit Beweisen belegt.

 

Die Revision der Verteidigung hat jetzt der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs als unbegründet verworfen und damit einer 16-seitigen Stellungnahme des Generalbundesanwaltes zu den Rügen der Verteidiger entsprochen. Die Überprüfung des Urteils, so hieß es in dem wenige Zeilen umfassenden Beschluss, habe keine Hinweise auf Rechtsfehler ergeben.

Autor: ws

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