26.10.2012 Landshut


Raphael, das Parkplatz-Baby vom Klinikum Landshut






Bis in den Kreißsaal hatte es die Mutter nicht mehr geschafft: Auf dem Parkplatz des Klinkums in Landshut kam am Freitag ein kleiner Junge zur Welt, der es richtig eilig hatte. Sein Name: Raphael.

Eigentlich sollte es ganz geplant ablaufen: Stefan Eggl trank heute Morgen kurz vor sieben Uhr seinen Kaffee, dann ging es los in das Klinikum Landshut. Söhnchen Raphaels Geburtstag naht. Was mit einer gemütlichen Autofahrt von Mauern bei Moosburg begann, endete mit einer Spontangeburt in der Liegendanfahrt vor der Intensivstation des Klinikums Landshut. „Alles richtig gemacht“ schmunzelt der Chefarzt der Frauenklinik Dr. Ingo Bauerfeind.

 

Als Geburtshelfer standen jedoch nicht wie normalerweise Hebammen zur Verfügung, sondern ein Kardiologe und ein Neurochirurg. Die beiden Oberärzte Dr. Michael Betz und Dr. Michael Schütze befanden sich mit Auto und Fahrrad auf dem Weg zum Klinikum, als sie die Schreie der werdenden Mutter hörten. „Es dauerte für mich nur Sekunden“, sagt Barbara Eggl, die tapfere Mama. Raphael ist das zweite Kind der Familie und ist mit seinen 3610 Gramm und 52 cm ein gesunder Wonneproppen. „Wir haben vor allem moralischen Beistand geleistet“, berichtet Dr. Schütze, denn Raphael war bereits im Auto zur Welt gekommen. Wenige Minuten später wurde die Nabelschnur im Kreißsaal durchtrennt. Familie Eggl ist wohlauf und in guten Händen.

Autor: ad/lw
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