28.11.2011 Landshut
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Reaktion auf Veranstaltung der Grünen

NPD will an Landshuter Gymnasium tagen

NPD Homepage
Foto: Ausriss NPD-Homepage
Der Kongress der Jugendorganisation der Grünen in der Mensa des Hans Leinberger Gymnasiums hat jetzt für die Schule ein pikantes Nachspiel. Denn jetzt will auch die Jugend der NPD ihren Kongress in der Schule abhalten. Stattfinden soll der am Samstag, 7. Januar 2012.

Auf seiner Internetseite macht sich NPD-Landesgeschäftsführer Axel Michaelis schon einmal über die Stadt Landshut lustig. Zitat: "Das niederbayerische Landshut, bislang vor allem durch seine Fürstenhochzeit bekannt, wird bald um eine Attraktion reicher sein." Am 7. Januar gebe es eine bundesweite Premiere: "Den Landeskongress der bayerischen Jungen Nationaldemokraten (JN), der NPD-Jugendorganisation."

 

Dass das Ganze eine Provokation sein soll wird dadurch deutlich, dass sich Michaelis und die rechten Veranstalter ihren nächsten Tagungsort offensichtlich noch nicht einmal angesehen haben. Denn laut Michaelis fände der Kongress "am Hans-Leinberger-Gymnasium mitten in der Landshuter Altstadt" statt. Das Gymnasium liegt aber weit außerhalb der Innenstadt, eher am westlichen Stadtrand.

 

Tatsächlich hat die NPD der Schulleitung aber eine entsprechende Anfrage geschickt. Das bestätigte Schulleiter Peter Renoth auf Anfrage des Wochenblattes. Man stimme sich derzeit über eine weitere Vorgehensweise mit der Stadt ab, so Renoth.

 

Das rechte Treffen zu verhindern könnte für die Stadt nach der Veranstaltung der Grünen schwierig werden. Michaelis kündigte jedenfalls schon genüsslich an, sich notfalls juristisch durchsetzen zu wollen. Zitat aus der Homepage:  „Es ist zugegebenermaßen für uns nicht immer leicht, in Bayern geeignete Versammlungsräume zu finden. Aber diesmal müssen wir uns ausgerechnet beim politischen Gegner dafür bedanken, daß es geklappt hat. Uns nach dem Landeskongreß der Grünen Jugend, bei dem übrigens unverhohlen für die Freigabe harter Drogen geworben wurde, die Mensa zu verweigern, ist rechtlich nicht möglich. Wir werden uns erforderlichenfalls bis zur letzten Instanz durchklagen.!“

 

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Autor: Alexander Schmid

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Kommentare
Kommentare ansehen 01.12.2011 16:03 | von: Lesterado
Agent Provokateur - im Stadtrat?
Na sowas! Dass da jetzt -potzblitz- die Situation eintritt, vor genau der uns Bedenkenträger aus Reihen der Nicht-Grünen im Stadtrat gewarnt haben, das ist schon erstaunlich - aber auch durchsichtig und plump. Für mich sieht das ganz klar danach aus, als ob da irgendwer ordentlich nachgeholfen hat, die NPD-Jugend dahingehend zu "motivieren". Offenbar hat da jemand, der mit dem entspr. Stadtratsbeschluss nicht einverstanden war, gute Kontakte zu dem Verein, der ja ansonsten in unserer Gegend zum Glück noch so gut wie unsichtbar ist. Ich hoffe ja nur, dass dieser "Agent Provokateur" bzw. "Whistleblower" keiner aus den Reihen von JU oder CSU war (die am lautesten gegen den Beschluss gewettert hatten), denn das wäre dann der eigentliche Skandal. Dass die -in unseren Breiten strukturschwachen- braunen Dumpfbacken da von selbst so schnell draufgekommen sind, geschweige denn mal auf die Schnelle einen Kongress auf die Beine stellen können, halte ich jedenfalls für mehr als unwahrscheinlich.. pfeilAntworten
Kommentare ansehen 16.12.2011 09:56 | von: Lesterado
Offenbar was dran
Der jetzige CSU-Austritt von Herrn Gruber in diesem Zusammenhang spricht Bände: offenbar verfügt Gruber über Insiderkenntnisse, wer aus den Reihen der JU/CSU den Stein des Anstoßes der NPD-Jugend als Steilvorlage angedient hat. Respekt für Herrn Gruber für seine persönliche Konsequenz! Dass er dennoch mit seinem Wissen nicht an die Öffentlichkeit geht, mag Gründe von Loyalität haben. Aber es wäre ohnehin schwierig, hier juristisch wasserdicht Ross und Reiter zu benennen, da von der Kontaktaufnahme wohl kaum Aufzeichnungen in Bild oder Ton vorliegen. Und letztlich ist das ganze ja nur miserabler politischer Stil und keine Straftat. pfeilAntworten
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