13.09.2017 Hohenthann

Hundehalterin macht dem Jäger schwere Vorwürfe

Musste Richie sterben, weil er wilderte?

Richie wurde von einem Jäger erschossen.
Foto: privat
Nachdem ein Hund am Freitagabend, 8. September, bei Hohenthann erschossen wurde, kommt es nun zum Streit zwischen dem Jäger und der Hundehalterin.

Mit einem Schuss war das Leben von „Richie“ beendet. Der drei Jahre alte Hund wurde am Freitagabend von einem Jäger getötet. Auf einem Feldweg bei Weihenstephan (Gemeinde Hohenthann) war der Rhodesian Ridgeback ohne Leine unterwegs; Richie war vom nicht weit entfernten, nicht eingezäunten Grundstück seines Frauchens abgehauen.

 

Laut Karina Weber, der Hundehalterin, habe der Vierbeiner jedoch keinerlei Jagdtrieb gehabt. „Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass Richie ein Reh gehetzt hat.“ Doch der Jagdpächter, der den Hund von einem Hochsitz aus mit seinem Gewehr getroffen hat, hält dagegen: „Der Hund hat ein Kitz aus dem Wald heraus verfolgt. Da weit und breit kein Hundehalter zu sehen war, war es meine Pflicht, das Wild zu schützen und den Hund zu schießen, als dieser am Maisfeld kurz stehenblieb.“

 

In der Vergangenheit sei ihm „dieser wildernde Hund“ bereits mehrfach im Wald – allein und ohne Leine – begegnet. „Selbst bei einer großen Jagd im Herbst mit mehreren Teilnehmern ist uns der Hund aufgefallen“, so der Jäger zum Wochenblatt. „Ich hätte das Tier in der Vergangenheit schon zehnmal schießen können, habe das aber nicht gemacht – in der Hoffnung, dass es besser wird.“ Beim Vorfall am Freitag habe er jedoch handeln müssen. Der Rhodesian Ridgeback sei außerhalb des Einzugsbereichs des Halters allein auf der Jagd gewesen. „Binnen des letzten Jahres wurden drei Rehe allein in meinem Jagdrevier gerissen. Wir können nichts beweisen, sind aber wachsam geworden“, so der Jagdpächter. Er sei selbst Hundehalter, sei als Revierpächter jedoch verpflichtet, das Wild zu schützen.

 

Den ganzen Artikel lesen Sie im Wochenblatt E-Paper HIER.

Autor: Tobias Grießer

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Kommentare
Kommentare ansehen 17.09.2017 21:42 | von: stony
Schmarrn
Ein Hund, offensichtlich allein und ohne seinen Besitzer in Reichweite, hat auf Feld, Wald und Wiese frei laufend nichts zu suchen. Das sollte Hundehaltern bekannt sein. Tut er es doch, muss er das Risiko tragen - ganz einfach. pfeilAntworten
Kommentare ansehen 13.09.2017 19:25 | von: unbekannt
Richie
Ich hätte ein paar Fragen an den Jäger.

Das Wild schützen ? , bis es groß genug ist um es selbst zu schießen. Möchte gern mal die Abschussquote für Rehe wissen. Diese verdammte deutsche Doppelmoral ist doch echt zum kotzen.

Was kostet ein Reh, oder Hase. Will man gar nicht wissen. Nein da wird der 1800€ Rassehund weggeballert , vom Ideellen Wert mal abgesehen. pfeilAntworten
Kommentare ansehen 14.09.2017 06:56 | von: NoJ
Du brauchst Zahlen?
OK, In Deutschland werden jährlich ca. 1.1 Millionen Rehe erschossen
Weitere OPfen sind ca. 50.000 Hunde, ca. 40 Menschen, die durch Jagdwaffen umkommen, auch unbeteilgte, bzw. keine Jäger.
weitere Zahlen gibts auch auf www.natur-ohne-jagd.de,
www.pro-iure-animalis.de sowie vielen anderen jagdkritischen Seiten
Die Jäger sprechen oft intern von den "3-S" Schießen, Schaufeln, Schnauze halten. Das sagt doch bereits alles.
Leider muss in solchen Fällen der Hundehalten beweisen, dass sein Hund nicht gewildert hat. Dem Jäger wird meistens auch so geglaubt, da innerhalb der Gerichte viele (Jagd-)Kollegen tätig sind. Diese und ähnliche Seilschaften reichen bis in die Bundespolitik. Daher ist es auch nicht so leicht, gegen dieses Spassmorden etwas zu erreichen. pfeilAntworten

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