Die Wochenblatt App
16.02.2012 Neufahrn

Wendepunkt oder weiter freier Fall?

Schicksalstag für Müller-Brot


Kriegt Müller-Brot die schwerste Krise der Firmengeschichte wieder gebacken? Nicht wenige haben massive Zweifel daran. Prominentester Vertreter dieser Ansicht: Gesundheitsminister Marcel Huber.

In einem Interview mit dem Münchner Merkur gab Huber offenkundig zu, dass er eine baldige Wiederaufnahme der Produktion bei Müller-Brot "stark bezweifle". "Die zuständigen Kontrolleure werden sehr genau hinschauen, ob man das verantworten kann", so Huber weiter.

 

Ob und wie es für Müller-Brot weitergeht, wird der Freitag entscheiden - der Tag der Wahrheit! An einer Spekulation, ob man im Hause Müller-Brot seine Hausaufgaben gemacht habe, wollte man sich von Seiten des Landratsamts Freising nicht beteiligen. Zu dünnes Eis. "Wir enthalten uns da vorab einer Wertung und schauen uns das morgen ganz genau an", so Sprecherin Eva Dörpinghaus zum Wochenblatt. Von Behördenseite weiß man also selbst noch nicht, was die Kontrolleure da morgen erwartet. Dörpinghaus: "Von unserer Seite wurde in den letzten Wochen lediglich überwacht, dass der Produktionsstopp eingehalten wird." Auf den Großputz selbst habe man kein Auge geworfen.

 

Das Resultat des selbigen werden jedoch am morgigen Freitag die insgesamt 18 Kontrolleure ganz genau unter die Lupe nehmen. Von Frühmorgen bis in den Abend hinein werden sich 7 Kontrolleure vom Landratsamt Freising, 8 vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und 3 von der Regierung ein Bild vom Ist-Zustand bei Müller-Brot machen und anschließend ihr Urteil fällen. Den Kontrollablauf schildert Dörpinghaus wie folgt: "Es wird nicht der gesamte Betrieb kontrolliert, sondern nur bestimmte Bereiche. Dazu zählen die neue Halle, bestimmte Linien in der alten Halle sowie der Warenein- und -ausgang." Wichtig sei den Kontrolleuren dabei insbesondere eine klare Abtrennung zu den Bereichen, die auch weiterhin stillstehen werden.

 

Wie auch Gesundheitsminister Huber stellt sich Dörpinghaus schützend vor die Kontrollorgane in der Lebensmittelüberwachung: "Sie haben ihre Arbeit absolut korrekt erledigt."  Diskutieren könne man vielmehr über den Zeitpunkt der Bekanntgabe der Mängel in der Neufahrner Zentralbäckerei. "Das ist sicherlich nicht optimal, aber hier waren uns von Gesetzes wegen die Hände gebunden", räumt Dörpinghaus ein. Tatsächlich wäre eine vorzeitige öffentliche Warnung vom Gesetz nicht gedeckt gewesen. "Zumal zu keinem Zeitpunkt Gesundheitsgefahr bestand."

Autor: mj

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort:

Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Kommentare ansehenKommentieren

Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)
Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten an.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden! Mit dem Login erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviele Nasen hat ein Mensch? (Bitte Zahl eingeben): 


pfeil