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07.07.2012 Landshut

Förderer präsentieren den BMW unter den Brautwagen

Landshuter Hochzeit: Ein Luxus-Gefährt für die Prinzessin

Brautwagen Landshuter Hochzeit
Foto: Schmid
Bisher war die Prinzessin während er Landshuter Hochzeit eher mit einem Trabi unterwegs. Jetzt bekommt sie ein Luxusgefährt. Am Samstag präsentierten die Förderer den neuen, historisch korrekten Brautwagen der Landshuter Hochzeit. Ein absolutes Unikum in Europa. Die Historiker sind begeistert.

Die Förderer, die Ausrichter der Landshuter Hochzeit, sind bekannt dafür, dass sie keine halben Sachen machen. Und so war die Pressekonferenz am Samstag, zu der Förderer-Chef Dr. Ernst Pöschl geladen hatte, auch "international" angelegt. Der Anlass war entsprechend: Eine der Hauptfiguren des historischen Spektakels, die polnische Prinzessin, hat einen neuen fahrbaren Untersatz bekommen. "100.000 Euro", so Pöschl, hätten sich die Förderer das kosten lassen. Komplett neu ist er aber nicht. Vielmehr wurde der alte Brautwagen, wie man neudeutsch so schön sagt, aufgepimpt.

Denn der vergoldete "Kobel", das also, was der Karosserie bei einem Auto entspricht, war historisch bereits korrekt. Probleme hatten Fachleute wie der Historiker Rudolf Wackernagel eher mit dem Fahrgestell der Kutsche. Das habe bislang einem besseren Fuhrwerk geglichen, so Wackernagel. Das geht natürlich nicht, wenn man dem Motto der Förderer - "das Publikum begeistern und die Experten überzeugen" - gerecht werden will.

 

So wurde 2010 der Auftrag für einen korrekten Brautwagen - nach historischen Text- und Bildquellen zeittypisch unter der Leitung des Historikers Rudolf Wackernagel angefertigt - vergeben. Gebaut wurde das Gefährt in Handarbeit in Wien in einer Spezialwerkstatt. Gleichzeitig wurde auch ein neues Geschirr für die acht Pferde mit vergoldeten "Buckeln", das sind Metallknöpfe an den Kreuzungspunkten der Riemen, angeschafft.

 

Jetzt befindet sich der vergoldete Kobel der Prinzessin aufgehängt an einem gewaltigen Fahrgestell, das mannshohe Hinterräder hat.  Eine solche Kutsche war im Mittelalter wohl das, was heute einem 7-er BMW entspricht. Über den Achsstöcken tragen zwei Paare in Südtirol geschnitzter und vergoldeter Löwen das polnische Wappen. Gezogen wird das Luxus-Gefährt von acht prächtigen Schecken. Der Brautwagen, er ist nun wirklich eine der Hauptattraktionen der Landshuter Hochzeit, die im nächsten Jahr ihr 40. Jubiläum feiert. Stattfinden wird sie vom 28. Juni bis zum 21. Juli.

Autor: Alexander Schmid

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