28.01.2012 Landshut
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Verwaltungssenat diskutiert die Sperrzeit

Ist bald Schluss mit Party rund um die Uhr in Landshut?

Einige Wirte engagieren sich im Bündnis »Fair feiern» erfolgreich gegen Lärm in der Altstadt - es sei noch zu wenig Druck auf den Gastronomen, findet dagegen Polizeidirektor Mache
Foto: pm
Der Tagesordnungspunkt 17 des Verwaltungssenat der Stadt Landshut am Montagnachmittag hat es in sich. Es geht um die Wiedereinführung der Sperrzeit und darum, ob sich die CSU oder die Freien Wähler durchsetzen.

Hintergrund der Angelgenheit sind die anhaltenden Probleme in der Landshuter Innenstadt zu nächtlicher Stunde. Verschmutzungen, Exkremente in Hauseingängen, Ärger mit Vandalen und immer wieder Schlägereien haben die CSU veranlasst, einen Antrag auf Wiedereinführung einer Sperrzeit – unabhängig von der landesweiten Regelung – zu treffen. Vor allem  Prof. Dr. Gabriele Goderbauer-Marchner, Dr. Dagmar Kaindl, Dr. Anna Maria Moratscheck sowie die Stadträte Prof. Dr. Thomas Küffner, Hans-Peter Summer und Ludwig Zellner machen sich dafür stark. Es gehe, so Dr. Thomas Küffner, nicht darum, den Jugendlichen ihren Spaß zu verderben. Allerdings könne man die Sicherheitsprobleme in der Innenstadt nicht verleugnen.

 

Tatsächlich sprechen die Zahlen der Polizei eine deutliche Sprache. Besonders auffallend sei gewesen, dass in der Zeit, in der zwei Diskotheken im Sommer 2011 wegen Ubauarbeiten geschlossen hatten, es kaum mehr zu Gewaltdelikten in der Innenstadt gekommen sei. Die Polizei sieht einen ganz klaren Zusammenhang zwischen den langen Öffnungszeiten und den Sicherheitsproblemen gerade in den frühen Morgenstunden. Die Stadt leistet sich deshalb für weit über 100.000 Euro im Jahr einen Sicherheitsdienst, der bis in den frühen Morgen patrouilliert.

 

Von einem anderen Standpunkt aus sehen es die Freien Wähler. Wie Stadträtin und Landtagsabgeordnete Jutta Widmann am Freitagabend erklärte, erreiche man durch eine Wiedereinführung der Sperrzeit lediglich, dass die jungen Erwachsenen ins Auto steigen und dorthin fahren würden, wo es ein attraktiveres Angebot gebe. Die Freien Wähler würden sich unter anderem deshalb gegen eine Verlängerung der Sperrzeit aussprechen.



Autor: Alexander Schmid


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