Die Wochenblatt App
26.09.2012 Landshut

Modepartner steigt bei den Cannibals schon wieder aus

Wöhrl: Keine Lust aufs Lustra!

Cannibals-Alleingesellschafter Rainer Beck.
Foto: Georg Gerleigner
Dieser Schuss ist aber gehörig nach hinten losgegangen! Noch vor wenigen Tagen klopfte man sich am Gutenbergweg aufgrund des medialen Mega-Rummels um die Lustra-Trikots noch fleißig auf die Schultern. Doch nun ist Ernüchterung eingekehrt.

Denn die Tatsache, dass das Logo eines Bordells künftig die Aufwärm-Leibchen des Zweitliga-Meisters ziert, ist nicht überall auf große Begeisterung gestoßen. Im Gegenteil: Das Modehaus Wöhrl hat seine eben erst begonnene Partnerschaft mit den Cannibals auch schon wieder beendet.

 

Erst am 13. September hatte das Traditionsunternehmen, das 2013 sein 80-jähriges Firmenjubiläum feiert, in Deutschland 37 Standorte betreibt und im Geschäftsjahr 2010/11 einen Bruttoumsatz von rund 346 Millionen Euro erreichte, seine Kooperation mit dem Landshuter Eishockeyteam offiziell gemacht.

 

„Mit Wöhrl und den Cannibals haben zwei prämierte Partner zueinander gefunden, die eine starke Verbundenheit mit der Region und ihren Menschen pflegen. Gemeinsam können wir für Landshut sicher noch mehr erreichen“, sagte Holger Seidel, Geschäftsleiter des Wöhrl-Hauses in Landshut, noch vor knapp zwei Wochen. Das Modehaus stattete die Geschäftsleitung und Mitarbeiter der Geschäftsstelle mit neuen Anzügen, Hemden und Krawatten aus.

 

Nur zwei Tage später – am 15. September – folgte die Schlagzeile in der Bild-Zeitung „Mit Puck und Puff um Punkte – Zweitliga-Klub Landshut wirbt für Bordell“. Und ein deutschlandweiter Medienrummel um die niederbayerischen Puckjäger, über den sich Cannibals-Alleingesellschafter Rainer Beck mächtig freute, setzte ein.

 

Dieses Medienecho führte aber prompt zu mächtigem Ärger mit dem Haus Wöhrl. Weil’s eben so gar nicht zu den Werten des Modepartners passt.

 

Marketingmanager Philipp Czeyka zum Wochenblatt: „Wöhrl hat die Partnerschaft mit den Cannibals wieder beendet. Aber vielleicht gibt es ja noch einen Weg zurück.“ Man werde in den nächsten Tagen das Gespräch mit Wöhrl-Geschäftsleiter Holger Seidel suchen. Czeyka: „Hoffentlich können wir das Ganze noch kitten.“

 

Bis dahin müssen die Hemden und Anzüge, die beim Heimspiel gegen Rosenheim übrigens noch getragen wurden, wieder im Kleiderschrank verschwinden. Sollte Wöhrl nicht mehr ins Boot zu holen sein, hat sich die Rechnung für die Cannibals nicht wirklich gelohnt. Das Lustra zahlt wohl rund 5.000 Euro für die Werbung auf den Aufwärm-Trikots. Das Engagement des Modehauses Wöhrl beziffert Czeyka „auf rund 5.000 Euro.“ Ziemlich viel Wirbel um eine Null-Rechnung...

Autor: Tobias Grießer

Weitere Nachrichten aus dem selben Ort:


Kommentare
zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden
Kommentare ansehenKommentieren

Titel:
Text:
 
(noch Zeichen)
Unregistrierte Nutzer
 
 

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten an.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden! Mit dem Login erklären Sie sich mit den Nutzungsbedingungen einverstanden.

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wieviel Stunden hat ein Tag? Bitte Zahl eingeben: 


pfeil