16.01.2012
Landshut
Zwischenlager: Grüne auf Konfrontationskurs
"Empörung der CSU ist scheinheilig"

Foto: Archiv
Das Thema Mauerbau ums Zwischenlager sorgt jetzt für politischen Zündstoff in Landshut. Die Grünen aus Stadt und Landkreis greifen ihren christsozialen Rivalen scharf an. Zitat: „Die Empörung der Landshuter CSU ist scheinheilig.“
Immerhin habe jetzt auch die CSU erkannt, dass Atomenergie gefährlich sei. „Das ist ja schon mal ein Fortschritt“, so Rosi Steinberger, Vorsitzende der Grünen im Landkreis.
Die Landshuter CSU habe sich auch nur deshalb schon immer gegen das Zwischenlager ausgesprochen, weil diese unter rot-grün gebaut worden seien. „Den geringen Sicherheitsstandard von BELLA hat aber die bayerische Staatsregierung zu verantworten, denn damals war die Atomkraft ja noch eine heilige Kuh und galt als absolut sicher.“
Wenn die Landshuter CSU nun die Auflösung des Zwischenlagers fordere, sei das nur noch scheinheilig. „Wer hat denn bis vor einem Jahr die Laufzeitverlängerung befürwortet? Wer hat denn die Sicherheit der Atomanlagen beschworen, allen gegenteiligen Erkenntnissen zum Trotz? Wer hat sich denn vom Stromkonzern einlullen lassen und die gute Partnerschaft gefeiert?“, fragen die Grünen. Nun auf einmal fühle sich die CSU schlecht informiert, dabei wollte sie es bisher nie so genau wissen.
„Wenn sich die CSU aber wirklich um die Sicherheit der Region sorgt, fragen wir uns, wo der Protest gegen Isar 1 bleibt? Das Nasslager im AKW Isar 1 ist immer noch voll mit Brennelementen. Die sind wesentlich schlechter geschützt als die Brennelemente in den Castoren im Zwischenlager.“
Autor: ad
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Kommentare
17.01.2012 08:32
| von:
Klartext
Zwischenlager Niederaichbach
Die Ausführungen von Frau Steinberger gehen voll ins Leere. Klingen gut, stimmen aber nicht. Gerade die Landshuter CSU (vor allem Josef Deimer) hat seit Jahrzehnten vehement vor den Gefahren der zwei Reaktoren und des Brennelemente-Zwischenlagers gewarnt. Entweder behauptet Frau Steinberger absichtlich die Unwahrheit oder sie ist sehr schlecht informiert. Die sogenannte Landshuter Resolution der CSU für eine baldmögliche Abschaltung von Isar 1 wurde bereits ein Jahr vor Fukushima auf den Weg gebracht!!! Diese wurde in ganz Bayern von verschiedenen Gebietskörperschaften übernommen. Die Landshuter CSU hat sich immer wieder an die Verantwortlichen in München und Berlin gewandt, die Gefahren zu minimieren bzw. abzuschalten. Nicht die Grünen, sondern ein CSU-Mann hat mit Unterstützung von CSU, FW und ÖDP gegen das Zwischenlager in seiner jetzigen geringen Sicherheitsauslegung geklagt! Die bayerische Staatsregierung hatte keine Möglichkeit gegen die Trittinschen Zwischenlager vorzugehen!
Antworten
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16.01.2012 17:52
| von:
multifux
Protest gegen Isar 1????
Die Anlage ist doch abgeschaltet und damit völlig ungefährlich!
Und dass jetzt dann bald 1500 Brennelemente im Nasslager stehen ist der toll durchdachten Panik-Abschaltung zu verdanken! Also quasi denen, die zwar von der Technik keine Ahnung haben aber immer dagegen wettern! Da sollten sich die Grünen schon mal selbst an der Nase fassen bevor sie anderen die Leviten lesen! Auch was das Trittin'sche BELLA angeht - grüne Politik! Die war noch nie tragfähig geschweige denn gut für unser Land! Antworten
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