23.01.2012 Landshut
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Alles nur aus Kostengründen?

"Brennelemente ungesichert im Wasser"

Kernkraftwerke Isar
Foto: Archiv
Der Landtagsabgeordnete aus dem Landkreis Landshut der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, lässt nicht locker bei der Frage nach der Sicherheit des Atomkraftwerkes Isar 1. Jetzt geht es ihm um die Lagerpraxis abgebrannter Brennelemente.

„Im Abklingbecken werden die alten Brennelemente so lange gelagert, bis sie zum Abtransport fähig sind. Laut Aussagen von ausgewiesenen Fachleuten werden häufig aber Brennelemente, die längst transportiert werden könnten, aus Kostengründen einfach im Abklingbecken belassen, anstatt in ein Zwischenlager verbracht zu werden.“ Genau diese Expertenaussagen hat Aiwanger nun zum Thema einer Anfrage an die Staatsregierung gemacht.

Aiwanger weiter: „Ich möchte wissen, ob es stimmt, dass im Abklingbecken von Isar 1 Brennelemente schwimmen, die schon jahrelang zwischengelagert werden könnten, aber in dem mehr als unzureichend gesicherten Wasserbad bleiben, weil es einfach billiger ist.“ Sollte dies der Fall sein, dann wäre es „mehr als fahrlässig, wie die Sicherheit der Bürger verkauft“ würde, so Aiwanger.

Im Abklingbecken gehe von den Brennelementen eine weitaus größere Gefahr aus, als im Zwischenlager, welches, wie aktuell diskutiert, durch Mauern nachgerüstet werden soll. Aiwanger weiter: „In Fukushima war auch das Hauptproblem, die abgebrannten Brennelemente im zerstörten Abklingbecken kühlen zu können und dadurch eine Kernschmelze unter freiem Himmel noch zu verhindern.“

Aiwanger regt darüber hinaus an, die Sicherheitsstandards des Abklingbeckens zu erhöhen: „Wenn die Brennelemente von Isar 1 noch länger im Becken abklingen müssen, als es dauern würde, Schutzvorrichtungen für das Becken zu bauen, dann sollte lieber heute als morgen mit dem Errichten von Sicherheitsmaßnahmen für das Abklingbecken begonnen werden. Auch hier möchte ich die Staatsregierung zum Schwur zwingen!“

Aiwanger abschließend: „Ich hoffe, dass die Bayerische Staatsregierung überhaupt selber weiß, welcher und wie viel hochradioaktiver Müll im „Schwimmbecken“ von Isar 1 lagert. Wenn wieder einmal als Antwort kommt „Das können wir nicht sagen, weil wir es nicht wissen“, dann kann das Umweltministerium zusperren.“
Das Abklingbecken von Isar 1 befindet sich oben im Gebäude und ist nur durch das Dach nach außen hin abgeschirmt. In dem Wasserbecken werden abgebrannte, hochradioaktive Brennelemente zur Verminderung von Radioaktivität und Temperatur mehrere Jahre bis zur Transportfähigkeit gelagert.



Autor: lw/ad

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Kommentare
Kommentare ansehen 24.01.2012 06:10 | von: multifux
Na hoffentlich...
...haben's den Brennstäbchen Schwimmflügerl angezogen, damit's beim "schwimmen" im "Schwimmbecken" nicht ertrinken! pfeilAntworten
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