18.01.2012 Landshut

„Brandsatzbastler“ ist Mitglied beim Bündnis gegen Rechts

„Runder Tisch" ist arg in Bedrängnis!


Nackenschlag für den „Runden Tisch gegen Rechts“! Wie jetzt bekannt wurde, ist der 25-Jährige, der vergangene Woche durch linke Schmierereien aufgefallen war und bei dem Anleitungen zum Bau von Brandsätzen gefunden wurden, ein Mitglied dieses Bündnisses.

Stefan K. Gruber, Sprecher des „Runden Tisches gegen Rechts“, zum Wochenblatt: „Ich bin total geschockt und erstmal hilflos! Das ist nicht hinnehmbar. Wir waren immer bemüht, solche Dinge zu vermeiden, sind aber ein offenes Bündnis von Einzelpersonen.“

 

Schließlich seien derartige Straftaten alles andere als Kavaliersdelikte und könnten auch seitens des Bündnisses in keinster Weise geduldet werden. Gruber: „Das wird nachhaltige Konsequenzen haben!“

 

Der 25-jährige Landshuter hatte in der Nacht von 6. auf 7. Januar eine Hausmauer im Bereich der Mühleninsel mit linken Parolen besprüht. Als ihn Polizeibeamte kontrollieren wollten, versuchte der Mann zu flüchten. Die Polizisten konnten ihn jedoch festnehmen. Bei einer anschließenden Durchsuchung seiner Wohnung wurden umfangreiche Gegenstände sowie Anleitungen zum Bau von Brandsätzen sichergestellt. Experten des Bayerischen Landeskriminalamtes stuften diese als geeignet zur Verwendung als Brandsatz ein.

 

In der Vergangenheit sei der Festgenommene beim Bündnis aber noch nie aufgefallen. Stefan Gruber befürchtet jedoch, „dass dieses eine schwarze Schaf ein schlechtes Licht auf uns wirft. Das erschwert uns unsere Arbeit ungemein und gefährdet das ganze Bündnis.“ Man wisse zum jetzigen Zeitpunkt nicht, welche Folgen dieser Vorfall für den „Runden Tisch gegen Rechts“ haben könnte. „Ich hoffe, dass es nicht zu einer Abspaltung oder sogar Auflösung kommt“, sagt Gruber.

 

Der Runde Tisch trenne sich ganz klar von dieser „Einzelperson“. Gruber weiter: „Das Bündnis muss stabil bleiben, sonst war die ganze Arbeit der letzten Jahre umsonst!“ Die Stadt Landshut hat übrigens Strafantrag gestellt.

Autor: Tobias Grießer

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