"Gertraud Goderbauer steht zur Vereinbarung, mehr gibt es dazu nicht zu sagen", war am Donnerstagmorgen von ihrem Sprecher im Abgeordneten-Büro zu erfahren. Das soll wohl heißen, sie macht den Weg frei für Radlmeier. Laut einer Absprache zwischen den Kreisverbänden des Landkreises und der Stadt der CSU soll er Goderbauers Mandat in München bekommen. Die 57-Jährige sollte dafür MdB Wolfgang Götzer im Bundestag beerben, was aber durch die Delegierten verhindert wurde, die lieber für Florian Oßner stimmten.
Damit wäre der Weg eigentlich frei für Helmut Radlmeier. Es ist nicht damit zu rechnen, dass er gegen einen anderen Kandidaten für den Landtagsposten antreten muss. Beschädigt wurde er durch die Vorgänge auf der Delegiertenversammlung aber auf alle Fälle. Und auch die Vorgänge rund um die CSM werfen kein gutes Licht auf ihn.
Mittlerweile ist man sich bei der CSU in Landshut offenbar gar nicht mehr so sicher, ob er tatsächlich der geeignete Mann für die Nachfolge von Hans Rampf auf dem Oberbürgermeistersessel ist. Es wird sehr laut überlegt, ob man sich nicht nach einem anderen Kandidaten umsehen sollte.
Das Oberbürgermeisteramt Amt strebte Radlmeier wohl eigentlich an, das Landtagsmandat sollte dafür, so ist es aus CSU-Kreisen zu hören, nur ein politisches Sprungbrett sein. Auch Altoberbürgermeister Josef Deimer war ja zuerst Landtagsabgeordneter, bevor er zum Stadtoerhaupt gewählt wurde. Dass das auch bei Radlmeier so klappen wird, ist momentan ungewisser denn je.
Am Dienstag, 23. Oktober, soll auf einer Delegiertenversammlung der CSU den nächsten Landtagskandidat bestimmt werden. Die Versammlung findet in Arth statt.
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