25.01.2012 Essenbach, Landshut
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Bürgerinitiative zu Besuch beim Landrat

Saustall Essenbach: Der Anfang vom Ende?

BI Contra Saustall Essenbach, Eppeneder
Foto: pm
Eppeneder rat Landwirt zu alternativem Standort.

Verständnis für ihr Anliegen und die Zusage, dass er sich persönlich in die Suche nach einer guten Lösung einschalten werde: Mit dieser für sie erfreulichen Botschaft im Gepäck sind drei Vertreter der Bürgerinitiative (BI) „Contra Saustall“ von einem Gespräch mit Landrat Josef Eppeneder in ihre Heimatgemeinde Essenbach zurückgekehrt.

 
Es geht um das Vorhaben eines Essenbacher Landwirtes, am Rande des Orts in etwa 80 Meter Entfernung zu einem Wohngebiet einen Schweine-Maststall einzurichten – und um den Protest dagegen. 346 Essenbacher haben sich diesem Protest mittlerweile angeschlossen (das Wochenblatt berichtete mehrfach). Eine Unterstützerli-ste mit allen Namen und Adressen der Saustallgegner hatten drei Vertreter der BI, Sprecher Jakob Stöckl sowie Renate Messmer und Robert Lohr, zu einem Gespräch ins Büro des Landrats mitgebracht.
 
Die BI-Vertreter machten dem Landrat und dem Leiter der Abteilung für Kommunalrecht, Wasserrecht, Naturschutz und Abfallrecht am Landratsamt Landshut, Peter Poesze, deutlich, dass sie „keine Bauernfeinde, keine Neidhammel, keine Hetzer und Drohbriefschreiber“ seien – aber eben auch „keine Abnicker“. Deshalb wendeten sie sich mit Argumenten und allen rechtsstaatlichen Mitteln gegen das Vorhaben in der Osterangerstraße. Es könne nicht angehen, dass so ein Stall in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet errichtet werde. 
 
Zum laufenden Antragsverfahren erläuterten Eppeneder und Poesze, dass der Antrag des Landwirts auf Zulassung eines solchen Mastbetriebs derzeit von den zuständigen Mitarbeitern im Landratsamt Landshut bearbeitet und geprüft werde. Der Antragsteller sei in der Pflicht, dem Landratsamt ein Gutachten vorzulegen, das Auskunft gebe über Lärm und Geruchsbelästigungen, mit denen im Betrieb zu rechnen seien.
 
Unabhängig davon wäre der Essenbacher Landwirt nach den Worten von Landrat Eppeneder gut beraten, eine geeignete Alternative zu dem von ihm gewünschten Standort des Maststalls zu finden. Der Landrat sicherte den Vertretern der Bürgerinitiative daher zu, dass er mit dem Antragsteller ein Gespräch führen werde, um ihn für eine einvernehmliche Lösung zu gewinnen.
 
Im Bild oben (von re.) Landrat Josef Eppeneder, BI-Sprecher Jakob Stöckl, seine Mitstreiter Renate Messmer und Robert Lohr sowie Landratsamts-Abteilungsleiter Peter Poesze.


Autor: cb

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