07.08.2017 Landshut

Polizei grübelt über die Ereignisse am Montag in der Hagrainer Straße

Der zweite Brand an einem Tag im gleichen Haus!

Der zweite Brand am Montag in der Hagrainer Straße.
Foto: lw
Das ist wirklich seltsam. Am Montag brannte es binnen weniger Stunden zum zweiten Mal in einem Mehrfamilienhaus in der Hagrainer Straße. Ist es Zufall oder steckt ein Brandstifter dahinter?

Am Montagabend, gegen 17.40 Uhr, brannte es im Keller eines Wohnhauses in der Hagrainer Straße in Landshut. Erst am Vormittag war in dem Gebäude in einer anderen Etage ein Brand ausgebrochen (HIER geht's zu diesem Bericht).

 

Bei dem Brand am Abend wurden drei Personen durch Rauchgase verletzt, eine davon musste mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden. Die anderen beiden Bewohner wurden ambulant behandelt. Die Freiwillige Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort.

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Was die genaue Brandursache war, steht noch nicht fest. Der Kriminaldauerdienst der Polizei hat hierzu die Ermittlungen aufgenommen. Vier Katzen wurden von der Freiwilligen Feuerwehr ebenfalls gerettet.
 

 

Hier der offizielle Bericht der Feuerwehr:

 

Ein massiver Kellerbrand in einem größeren Mehrparteienhaus an der Hagrainer Straße - in dem bereits am Montagmorgen ein Zimmer einer Wohnung im Erdgeschoss gebrannt hatte - hat am Montagabend für einen Großeinsatz der Rettungskräfte gesorgt.

 

Beim Eintreffen der Feuerwehr drang bereits dichter schwarzer Qualm durch das Treppenhaus und aus mehreren Fenstern bis hinauf ins Dachgeschoss. Mehreren Personen war dadurch der Fluchtweg über das Treppenhaus bereits versperrt. Über geöffnete Fenster und Balkone war der Qualm zudem bereits in mehrere Wohnungen eingedrungen. Deshalb wurden zwei Personen aus den oberen Stockwerken über die Drehleiter der Feuerwehr gerettet. Wegen den aktuell beengten Verhältnissen musste dafür auch ein kleinerer Baum beseitigt werden.

 

Eine weitere Person wurde auf der rückwärtigen Seite des Hauses mit einer Steckleiter vom Balkon gerettet. Dabei wurden auch vier Katzen in Sicherheit gebracht. Zwei Bewohner des Dachgeschosses, deren Wohnungen nicht verraucht waren, konnten in ihren Wohnungen belassen werden.

 

Parallel begann durch mehrere Atemschutzträger der Löschangriff im Keller. Dabei sahen sich die Einsatzkräfte einem über mehrere Abteile ausgedehnten Brand gegenüber. Die Löschmaßnahmen gestalteten sich wegen des massiven Rauchs, der sich stauenden Hitze (eine Abluftöffnung konnte in der Erstphase nicht geschaffen werden) und der hohen Brandlast anfangs äußerst schwierig. So war dann auch der Einsatz mehrerer Trupps notwendig, um den Brand in den Griff zu bekommen und schließlich löschen zu können.

 

Nachdem der Brand dann soweit eingedämmt und gelöscht war, wurde von der Feuerwehr mit mehreren Lüftern über mehrere Eingänge des Gebäudekomplexes mit der Entrauchung und Belüftung begonnen. Dabei konnte dann auch vom Keller aus eine Abluftöffnung geschaffen werden, was die Sache schließlich dann ein wenig erleichterte.

 

Von den drei geretteten Personen wurde soweit der Feuerwehr bekannt ist, eine Person von den Rettungsdiensten - die ebenfalls mit einem Großaufgebot vor Ort waren - in ein Krankenhaus eingeliefert und eine weitere ambulant behandelt. Da der betroffene Hausabschnitt wegen des enormen Brandschadens im Keller und in der Elektrik komplett stromlos geschalten werden musste, müssen die Bewohner übergangsweise bei Verwandten und Freunden unterkommen. Zur Brandursache und Schadenshöhe ermittelt die Polizei.

 

Die Hagrainer Straße war wegen der Löscharbeiten, die sich genau im Bereich einer laufenden Baustelle befanden, über längere Zeit komplett gesperrt. Im Einsatz waren rund 80 Einsatzkräfte aus vier Löschzüge der Landshuter Feuerwehr (Stadt, Hofberg, Schönbrunn und Siedlung) unter der Leitung von Stadtbrandrat Gerhard Nemela. Die Wasserversorgung wurde über einen nahen Hydranten sichergestellt. Der Einsatz dauerte bis nach 21 Uhr.

Autor: lw

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