Andreas Gänsbacher hofft auf viele Unterstützer
Bürgerinitiative gegen den Burgaufzug?

Auch dem Landshuter Andreas Gänsbacher geht dieses Thema nicht mehr aus dem Kopf, „nachdem ich es zuerst für einen Scherz gehalten habe.“ Er ist allerdings alles andere als ein glühender Fan des Burgaufzugs. Im Gegenteil: „Ich sehe das Ganze sehr kritisch und kann mir nicht vorstellen, dass wegen der Burgbahn deutlich mehr Touristen nach Landshut kommen.“
In seinen Augen sei das Problem nicht, wie man zur Burg Trausnitz hinaufkomme, sondern vielmehr, was auf der Burg geboten werde. Gänsbacher: „Bei Events ist die Burg immer voll und da fragt auch keiner, wie man raufkommt.“ Würde es mehr Veranstaltungen und Attraktionen auf der Trausnitz geben, wäre der Ansturm dorthin auch viel größer. Zudem es viele schöne Fußwege zur Burg hinauf gebe – über das Ochsenklavier oder verschiedenste Hofgarten-Zugänge.
„Für einen Burgaufzug 3,5 Millionen Euro oder noch mehr auszugeben, halte ich für Irrsinn“, so Gänsbacher zum Wochenblatt. Und er denkt, dass es vielen in Landshut genauso geht. Gänsbacher: „Ich will, dass die Burg Trausnitz als unser Wahrzeichen unangetastet bleibt. Das Angebot der Burg muss besser werden, nicht der Weg dorthin.“
Zudem sehe er die ungeklärte Finanzierungsfrage als Kritikpunkt. Gänsbacher: „Wer trägt die Verantwortung und die Ko-sten, wenn der private Betreiber wegen roter Zahlen nicht weitermachen will oder sogar insolvent ist?“
Darum zieht der Landshuter in Erwägung, eine Bürgerinitiative gegen den geplanten Burgaufzug ins Leben zu rufen. „Wenn man etwas dagegen oder auch dafür tun will, dann jetzt.“ Er sehe sich aber in erster Linie nicht als „Querulant, sondern vielmehr als kritischer Bürger“. Landshuter, die sich mit Andreas Gänsbacher austauschen oder sogar eine Bürgerinitiative gründen wollen, sollen sich per E-Mail unter Burgbahn@web.de melden.
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