Baureferat hat Trasse mit roten Ballons abgesteckt
Burgaufzug für 3,5 Millionen Euro

Um den Stadträten und auch den Landshuter Bürgern anschaulich zu zeigen, wo die vom Baureferat bevorzugte Variante verlaufen würde, wurde diese Trasse am Dienstag mit elf circa 80 mal 50 Zentimeter großen Ballons abgesteckt. „Diese Trasse mit rund 230 Metern Länge ist am realistischsten“, so Baudirektor Johannes Doll. Sie führt von der Schwedenwiese der Burg Trausnitz hinunter in Richtung Dreifaltigkeitsplatz. Von dieser Haltestelle bis zum Burginnenhof wäre mit relativ geringem Aufwand ein nahezu barrierefreier Zugang möglich.
Neben drei oberirdischen Möglichkeiten wurden auch drei bergmännische Trassen durchgespielt. Mit dem Ergebnis, dass diese kaum zu realisieren sein dürften. Da sich die Kosten hier – wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren war – auf mindestens sechs Millionen Euro summieren würden. Oberirdisch würde man wohl mit circa 3,5 Millionen Euro auskommen.
Allerdings seien natürlich mehrere Privatgrundstücke betroffen, so Doll auf einer Pressekonferenz am Dienstag. Die eigentliche Bauzeit würde, so Doll weiter, weniger als ein Jahr dauern. Auch wenn der Hang enorm steil und nicht allzu stabil sei. Doll: „Der Hang kann nicht befahren werden. Darum müsste man zuerst eine Material-Seilbahn bauen.“
Doch die eigentliche Bahn zur Burg Trausnitz hinauf würde sich der Steigung anpassen und wohl weniger auffällig zu sehen sein, als zunächst von vielen Seiten befürchtet. Die Unterkanten der installierten Ballons würden den Verlauf der Schienen demonstrieren, erklärte der Baudirektor. „Das ist ehrlicher als jede Animation.“
Neben der technischen Machbarkeitsstudie des Baureferats wird in der Donnerstags-Sitzung des Bausenats auch die touristische Potenzialanalyse präsentiert.
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