20.05.2016 Vilsbiburg

Spektakulärer Unfall in Vilsbiburg

Bohrer bricht in Gewölbe ein und kippt auf Radlader

Unfrall mit Bohrer
Foto: lw
Spektakulärer Unfall in Vilsbiburg: Bei Bauarbeiten ist ein großes Bohrgerät in ein Gewölbe eingebrochen und umgekippt. Dabei hätte die riesige Baumaschine fast einen Radlader unter sich begraben.

Der Unfall ereignete sich in den Mittagsstunden. In Vilsbiburg heulten plötzlich die Sirenen. Die Einsatzkärfte rasten mit Blaulicht zu der Baustelle bei der ehemaligen Brauerei in der Veldener Straße. Dort bot sich ihnen ein spektakulärer Anblick. Der tonnenschwere Erdbohrer war offenbar in ein altes Gewölbe eingebrochen und umgekippt, hatte dabei eine andere Baumschine getroffen. Zum Glück verfehlte das stählerne Monstrum das Führerhaus des Radladers und traf nur die Schaufel. Nach Wochenblatt-Informationen soll an der Unfallstelle viel Öl ausgelaufen sein. Aktuell wurde ein Kran zur Bergung angefordert. Dann soll geklärt werden, ob Öl ins Erdreich eingedrungen ist.

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Auf dem Gelände der ehemaligen Aktienbrauerei entsteht derzeit ein Wohnblock. Das Areal ist nach Wochenblatt-Informationen mit alten Kellern durchzogen.

 

Genauere Informationen liegen noch nicht vor. Wir berichten nach. Die Informationen zum Unfall sind nicht gesichert. Diese Meldung wird laufend aktualisiert.

Bohrer
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Der gewaltige Bohrer kippte auf einen Radlader.

Der offizielle Polizeibericht: Am Freitag, 20.05.2016, gegen 10.00 Uhr, war ein 55-jähriger Mann mit einem 48 Tonnen schweren Bohrbagger am Gelände der ehemaligen Aktienbrauerei mit Erdbohrarbeiten beschäftigt. Als er nach einer Bohrung das Bohrmaterial von seinem Bohrer abladen wollte und dazu den Bohrarm schwenkte, kippte der Bagger plötzlich nach vorne und fiel vollständig um. Da der Kippvorgang verhältnismäßig langsam ablief, konnte der Baggerführer noch rechtzeitig vom Bagger springen, so dass er unverletzt blieb. Auch dritte Personen wurden dabei nicht gefährdet. Ursächlich für den Sturz des Baggers war das Nachgeben eines alten Gewölbes der ehemaligen Brauerei. Dieses war zwar vor den Arbeiten verfüllt worden, gab jedoch wohl wegen des sehr hohen Gewichts des Baggers nochmals nach. Auslaufendes Hydrauliköl aus dem Bagger konnte von Kräften der Feuerwehr Vilsbiburg gebunden werden, weshalb es zu keiner Umweltbeeinträchtigung kam. Weitere Ermittlungen durch die Polizei sind deshalb nicht erforderlich. Der entstandene Schaden kann bisher noch nicht beziffert werden.
Autor: lw

Kommentare
Kommentare ansehen 23.05.2016 14:33 | von: kerschinger
Öhm...
"Ursächlich für den Sturz des Baggers war das Nachgeben eines alten Gewölbes der ehemaligen Brauerei. Dieses war zwar vor den Arbeiten verfüllt worden, gab jedoch wohl wegen des sehr hohen Gewichts des Baggers nochmals nach."

Da waren wieder "Experten" am Werk.
Wird die zu erwartende Belastung und die Tragfähigkeit vorher nicht geprüft? Oder aufgrund der Profitmaximierung nur "schnell, schnell, wird schon klappen" praktiziert? pfeilAntworten
Kommentare ansehen 25.05.2016 10:46 | von: kellhuber
Unfall
Sehr geehrte/r Herr/Frau Kerschinger,
leider kommt es auf Baustellen in großen Abständen zu unvorhersehbaren Ereignissen die wir alle gerne voraussehen würden. Beim Objekt "Alte Brauerei" haben alle Beteiligten (Bodengutachter, ausführende Firmen und Bauträger) sehr gewissenhaft gearbeitet und es wurden in großem Umfang über die Empfehlungen hinaus Maßnahmen ergriffen um diesen Fall zu verhindern.
Aus bisher auch uns unerklärlichen Gründen, war ein kleiner Hohlraum nicht verfüllt und es kam zu dem folgenschweren Unfall obwohl der betreffende Bereich bereits über mehrere Tage mit den gleichen Lasten überfahren wurde. Wir setzen alles daran die Ursache zu ermitteln um für die Zukunft daraus zu lernen.
Für diesen Unfall ist nicht im geringsten Ansatz ein Sparziel ursächlich sondern ein von allen nicht erklärbarer Umstand.
Gerne dürfen Sie uns auch über info@kellhuber.de kontaktieren um weitere Fragen zu klären.

Mit freundlichen Grüßen
Kellhuber GmbH pfeilAntworten
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