19.01.2012 Landshut
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Wetterumschwung mit Folgen. 200.000 Euro Schaden

Blitzeis bringt Niederbayern ins Rutschen

Der Winter hat richtig zugeschlagen.
Foto: Tobias Grießer
In der Nacht hat es im Regierungsbezirk Niederbayern zu schneien begonnen. Am Morgen setzte dann auch noch teilweise gefrierender Regen ein. Dadurch ereigneten sich zahlreiche Verkehrsunfälle.

Seit der Nacht zum Donnerstag hatten in ganz Niederbayern zum Teil starke Schneefälle mit Neuschneemengen von bis zu 15 cm (Gebiet Bayerischer Wald) eingesetzt, zum Morgen hin kam in Teilen auch noch gefrierender Regen mit dazu. Diese Witterungssituation führte auf allen Straßen - auch den Bundesautobahnen - zu zum Teil sehr schwierigen Straßenverhältnissen, obwohl die Räum- und Streudienste flächendeckend im Dauereinsatz waren. Teilweise waren durch die besonderen Verhältnisse die Straßen spiegelglatt. An den bekannten Steigungsstrecken blieben viele Lkw hängen.

Aufgrund nicht angepasster Fahrweise ereigneten sich am Donnerstag im Zeitraum zwischen 02 Uhr und 12 Uhr  38 Verkehrsunfälle. Bei den Unfällen wurden 2 Personen lebensgefährlich/schwer verletzt, zwei weitere erlitten leichte Verletzungen. Der entstandene Gesamtsachschaden wird vorläufig auf rund 200.000 Euro geschätzt. Insbesondere im morgendlichen Berufsverkehr hatten alle Niederbayerischen Polizeidienststellen durch die Unfallaufnahmen viel zusätzliche Arbeit. Entspannter wurde die Gesamtsituation erst um die Mittagszeit und die Unfallmeldungen ließen nach.

Der folgenschwerste Unfall ereignete sich um 06.50 Uhr auf der Bundestraße B 388 bei Postmünster im Landkreis Rottal-Inn. Dort kam ein 31-jähriger Pkw-Lenker nach einem Überholvorgang auf der schneeglatten Straße ins Schleudern und prallte seitlich frontal in ein entgegenkommendes Fahrzeug. Die 24-jährige Lenkerin wurde in ihrem Auto eingeklemmt und erlitt schwere Verletzungen; der Unfallverursacher wurde lebensgefährlich verletzt vom Rettungsdienst abtransportiert. Die B 388 musste fast drei Stunden gesperrt werden.

Viel Geduld brauchten auch die Kraftfahrer auf der BAB A 3 bei Niederwinkling im Landkreis Straubing-Bogen. Dort war in Fahrtrichtung Regensburg um 10.10 Uhr ein slowenischer Lkw ins Schleudern gekommen und hatte mit der Zugmaschine die Mittelschutzplanke durchbrochen. Der Lkw knickte ab, walzte etwa 100 Meter Schutzplanke nieder und blieb dann quer zur Fahrbahn stehen. Die beiden bosnischen Fahrer blieben unverletzt, die Bergungsarbeiten dauerten bis in die Nachmittagsstunden, es kam auf beiden Richtungsfahrbahnen zu Behinderungen und kilometerlagen Staus.

Das Polizeipräsidium Niederbayern bittet die Kraftfahrer auch für die kommenden Tage, der Witterung angepasst unterwegs zu sein. Der dosierte Umgang mit Gas und Bremse sowie ein vorausschauendes Verhalten sind die besten Voraussetzungen, unfallfrei anzukommen. Bei solch schwierigen Straßen- und Witterungsverhältnissen wie am Donnerstag sollte auch auf die "schwachen Verkehrsteilnehmer", wie z. B. Kinder, Radfahrer, alte Menschen und Behinderte, besondere Rücksicht genommen werden. Sollten Fahrten vermeidbar sein, sollte man diese Möglichkeit im Sinne der Verkehrssicherheit dann auch tatsächlich nutzen und gleichzeitig damit das allgemeine Verkehrsgeschehen entlasten. 



Autor: ad

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