17.03.2016 Landshut


BVWP: Widmann kritisiert "Wünsch-Dir-Was-Liste"



Jutta Widmann
Foto: iw



Die Stadträtin und Landtagsabgeordnete Jutta Widmann von den Freien Wählern dämpft, wie ihr Partei-Chef Hubert Aiwanger, eine etwaige Euphorie über den ersten Entwurf des jüngsten Bundesverkehrswegeplans (BVWP).

Seit Mittwoch ist bekannt: Die Weiterführung der B15neu ist im vordringlichen Bedarf des ersten Entwurfs des Bundesverkehrswegeplans 2030 enthalten. Allerdings, so merkt die Landshuter Stadträtin und Landtagsabgeordnete Jutta Widmann an, haben es nur die Ostumfahrung von der A92 bis zur B299 sowie die Süd-Ostumfahrung von der B299 bis zur alten B15 in den vordringlichen Bedarf geschafft. Der komplette Ausbau der B15neu bis nach Rosenheim ist nur im weiteren Planungsbedarf enthalten und habe damit "kaum Chancen auf Realisierung", so Widmann.

 

Unabhängig von diesem Ergebnis, erneuert Widmann ihre Forderung nach einer Ost- und einer Westtangente für die Stadt Landshut. Die FW-Politikerin: "Das Thema ist umstritten, aber Landshut wächst und damit nimmt auch der Verkehr immer mehr zu. Wir brauchen mittelfristig zwei neue Isarquerungen, einmal im Osten und einmal im Westen.  Das ist völlig losgelöst von der geplanten Ostumfahrung im Rahmen der B15neu notwendig."

 

Widmann glaubt, dass Autofahrer keinen großen Umwege auf einer Ostumfahrung der B15neu in Kauf nehmen würden,  sondern lieber direktere Wege nutzen würden. Daher bräuchte man sowohl im Osten als auch im Westen Landshuts stadtnahe Lösungen. Vom gestern in Berlin vorgestellten Entwurf des BVWPs zeigt sich Widmann enttäuscht. "Es ist bei weitem nicht der große Wurf, wie es die Staatsregierung darzustellen versucht. Es ist eher eine Wünsch-Dir-Was-Liste, in der viele Projekte eigentlich keine reelle Chance auf Umsetzung haben", kritisiert die Landshuterin. 

 

Im Fall der geplanten Ost-und Süd-Ostumfahrung für die Stadt Landshut sieht das Mitglied des Dialogforums zur B15neu noch einigen Klärungsbedarf, was die Trassenführung angeht. Die Anfang  2015 vorgestellte Variante von Staatsminister Joachim Hermann, die von der  B299 quer nach Kumhausen führen soll, habe bereits erheblichen Widerstand bei den betroffenen Gemeinden erzeugt. Dieser dürfte sich jetzt, mit der Veröffentlichung des Bundesverkehrswegeplans, noch konkretisieren, befürchtet Widmann.

Autor: lw/ag
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