29.09.2017 Landshut

SPD-Politikerin: "Ich lasse mich nicht einschüchtern!"

Anonymer Brief: Anja König aufs Übelste beschimpft

Anja König
Foto: Peter Litvai
Anja König ist geschockt: Ein anonymer Briefeschreiber hat die SPD-Stadträtin massiv beleidigt und bedroht. Die Politikerin hat bereits Strafanzeige erstattet.

Der Schock bei Anja König sitzt tief: Am Donnerstagmorgen hat die Stadträtin in ihrem Breifkasten einen anonymen Brief gefunden. Darin wird die SPD-Politikerin massiv angegangen. "Ich werde nun zum wiederholten Male als Sozialdemokratin in einem anonymen Schreiben in einer Art und Weise beschimpft und bedroht, die mich schon sehr stark an die Zeit vor 1933 erinnert. So fing es damals auch an und nach der Machtergreifung wissen wir ja auch noch alle, was dann mit den SozialdemokratInnen geschah." Genau dies werde ihr, so die Stadträtin weiter, "von diesem feigen Briefeschreiber angedroht, weil sich diese Menschen durch das gute Abschneiden der AfD nun auch noch bestärkt fühlen. Hoffentlich öffnet dies einmal den WählerInnen, die aus Protest die AfD gewählt haben, die Augen."

 

Eine Wiederholung von damals dürfe man nicht zulassen. Anja König: "Wir werden nicht wegschauen, bis es zu spät ist oder unter dem Deckmantel der Demokratie rechtsextreme Menschen schalten und walten lassen. Ich werde mich dadurch auch nicht einschüchtern lassen und werde weiterhin gegen Rassismus und Diskriminierung einstehen." Der Brief liege bereits bei der Polizei zur Spurenuntersuchung, wo sie auch Strafanzeige erstattet habe. Außerdem seien in der vergangenen Woche NPD-Aufkleber auf Anja Königs Wahlkampfbus und am Briefkasten angebracht worden. 

 

Die Medien hätten in den vergangenen Wochen und Monaten die Anhänger rechter Gruppierungen immer wieder gern als Opfer dargestellt – als Opfer weil Gegendemonstranten gepfiffen hätten, weil in der Podiumsdiskussion leise Schilder hochgehoben worden seien –  mit der Aufschrift "Nazis raus" oder auch weil jemand ein Stück Torte geworfen habe. Anja König: "Dies geschah alles offen von Angesicht zu Angesicht." Und nicht feige in Form eines anonymen Schreibens.

Autor: lw

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Kommentare
Kommentare ansehen 05.10.2017 09:36 | von: banad
Der Wahlkampf ...
... ist vorbei, liebe SPD! Auch in Landshut!!

Und es ist völlig egal, ob man jemanden von Angesicht zu Angesicht oder anonym bedroht oder schlimmeres. Das gilt allerdings nicht nur für die SPD, sondern für jeden politischen Mitbewerber. Wenn man allerdings nur als Argument die Nazi-Keule drauf hat, sollte man besser aufhören mit dem politischen Gesabbel.

Auch das Landshuter Wahlergebnis bestätigt diesen Grundsatz!
Wer wie die SPD nur 13,1% bekommt und dabei -2,9% verliert sollte eher still sein als irgendwelche dubiosen und unbeweisbaren Vorwürfe aus dem Hut zu zaubern. Stattdessen sollte die SPD die 14,6% der AfD nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern sich auch fragen, wieso die um 11,0% zulegen konnten und nicht die SPD. Und wenn man die Nichtwähler mit ihren 22% noch berücksichtigt, dann liegt die Landshuter SPD nur noch abgeschlagen auf Platz 4. Ob das außer an den Themen nicht auch am SPD-Personal gelegen haben könnte? König hat ja bekanntlich das Charisma von Valium. pfeilAntworten
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