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16.10.2012 Landshut

Stadtwerke brauchen Geld

Alles wird teurer: Wasser, Parken und Schwimmschule


In Zukunft kommen auf die Landshuter wohl deutliche Preissteigerungen zu. Der Werksenat hat beschlossen, dass zum 1. Januar nicht nur die Tarife für Wasserkosten, sondern auch die Parkgebühren in Parkhäusern und die Eintrittspreise für die Schwimmschule steigen.

Der Anstieg des Wasserpreises sei im Wesentlichen auf tarifbedingt steigende Personalkosten sowie auf die geplante Sanierung des Hochbehälters Annaberg zurückzuführen. Außerdem würden die steigenden Aufwendungen für die Sanierung des Leitungsnetzes einen Teil dazu beitragen.

 
Der Verbrauchspreis wird um 0,11 Euro pro Kubikmeter Wasser erhöht. Auch die monatlichen Grundpreise werden der Preissteigerung angepasst. Durchschnittlich kommen auf die Landshuter monatlich bei einem Verbrauch von 100 Kubikmetern zusätzliche Kosten von 1,74 Euro zu. Durch diese Preiserhöhung steigt die Umsatzerwartung der Stadtwerke im nächsten Jahr auf rund 5,7 Millionen Euro.
 
Auch die Nutzer der Parkhäuser Altstadt-Zentrum, gemeint ist das Mühleninselparkhaus und das bei der Freyung, müssen sich ab Beginn nächsten Jahres auf höhere Preise einstellen. Vonseiten der Stadtwerke wird die Preiserhöhung vor allem mit der Sanierung des Parkhauses Mühleninsel begründet, bei der 27 Frauenparkplätze, sechs Mutter-Kind-Parkplätze sowie Parkplätze für Elektrofahrzeuge und Aufladestationen für E-Bikes geschaffen wurden. Die Sicherheit der Nutzer soll durch 27 neu installierte Kameras gewährleistet werden.
 
Da mittlerweile die Parkgebühren etwa in der Neustadt höher waren als in den Parkhäusern, gleichen die Stadtwerke die Preise nun an. Anstatt 1,20 Euro werden dann 1,50 Euro pro Stunde Parken auf der Mühleninsel (Foto)  fällig. Außerdem werden auch die Dauerparker künftig stärker zur Kasse gebeten. Hier steigt die Gebühr von 60 auf 75 Euro pro Monat.
 
In der Freyung bleibt der Stundenpreis von 60 Cent zwar gleich, doch hier müssen die Schüler und Studenten, die dauerhaft parken wollen blechen. 40 anstatt 30 Euro pro Monat werden hier ab 1. Januar fällig.
 
Oberbürgermeister Hans Rampf begrüßte den einstimmigen Beschluss des Werksenats. „In München zahlt jeder von uns 10 Euro für drei oder vier Stunden Parken. Und bei uns in Landshut beschweren sich alle über 1,50 Euro“, meinte Rampf. Eine Preisanpassung könnte mit der aufwendigen Sanierung und dem daraus resultierenden Preis-Leistungs-Verhältnis begründet werden.
Doch auch das war noch nicht alles. Auch über höhere Eintrittspreise für die Schwimmschule wurde im Werksenat diskutiert. Die steigenden Personal- und Energiekosten zwingen nun das Stadtbad, das seit Jahren ein Defizit schreibt, die Eintrittspreise zu erhöhen. Künftig sollen Erwachsene 4 Euro, anstatt bisher 3,50 Euro zahlen. Jugendliche bis 18 Jahre zahlen ebenfalls 50 Cent mehr, also 2,50 Euro. Lediglich Sigi Hagl stimmte gegen den Antrag, die Eintrittspreise in der Schwimmschule zu erhöhen.
 
Ein Antrag der FDP-Fraktion, die Schwimmschule mithilfe von Kurzzeittarifen und flexibleren Öffnungszeiten attraktiver zu machen, soll dagegen erst im nächsten Werksenat behandelt und diskutiert werden.
Autor: Amelie Högl

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