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02.05.2012 Kelheim

Ermittlungen für Polizei schwierig

Tankstellen-Schlägerei: Alle waren besoffen

Polizei
Foto: Ursula Hildebrand
Schwierig sind die Ermittlungen im Falle einer Auseinandersetzung, bei der am späten Montagabend an einer Tankstelle in Kelheim eine Person schwer verletzt worden ist - die Streithähne waren allesamt betrunken.

Die Polizeiinspektion Kelheim berichtet:

 

„An einer Tankstelle im Stadtgebiet kam es am späten Montagabend zu einer Auseinandersetzung, in deren Verlauf eine Peron schwer und drei weitere leicht verletzt wurden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

 
Offenbar wegen einer offenen Geldforderung gerieten bei einem Freisitz hinter der Tankstelle zwei 42- bzw. 28-jährige Männer aus Kelheim aneinander. Bei dem tätlichen Streit kam es zu wechselseitgen Körperverletzungen, wobei der 42-Jährige seinen jüngeren Kontrahenten gegen eine Wand drückte. Dieser leistete Gegenwehr und schlug seinerseits mit Fäusten und Ellenbogen auf den 42-Jährigen ein. Dabei stieß er ihn auch von sich weg, worauf der 42-Jährige gegen die Holzbank einer Sitzgruppe fiel und diese hierbei beschädigt wurde. Beide zogen sich bei der Auseinandersetzung leichte Verletzungen zu. 
 
 
Ein 45-jähriger Frankfurter, der sich mit seinem Vater ebenfalls an der Tankstelle aufhielt, wollte die beiden Streithähne trennen und schlichtend eingreifen. Dabei stürzten alle drei nun Beteiligten aus bisher nicht geklärten Gründen einen Kellerabgang hinab, wobei der "Schlichter" lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Nach Erstversorgung im städtischen Krankenhaus musste er zur Weiterbehandlung in eine Regensburger Klinik verlegt werden. 
 
 
Ersten Ermittlungen zu Folge, die unmittelbar nach dem Vorfall von Beamten des Kriminaldauerdienstes der Kripo Landshut vor Ort aufgenommen wurden, ergaben sich bislang keine konkreten Anhaltspunkte für vorsätzliches Handeln durch einen oder beide Auslöser des folgenschweren Gerangels. Vorbehaltlich weiterer Erkenntnisse und Zeugenbefragungen wird aktuell von fahrlässiger Begehung bzw. einem Unfall ausgegangen. Alle Beteiligten waren zur Tatzeit erheblich alkoholisiert.
 
 
Nach dem unglücklichen Sturzgeschehen lief der 67-jährige Vater des Schwerverletzten in die Tankstelle, um bei der Kassiererin nach dem Notarzt zu fragen. Die 36-Jährige gab ihm zu verstehen, dass der Rettungsdienst bereits verständigt sei, was den stark alkoholisierten und äußerst aufgebrachten Mann nicht davon abhielt, die Kassenkraft anzugreifen, indem er sie schubste. Ein gleichzeitig im Kassenraum anwesender 53-Jähriger aus dem Landkreis Kelheim ging dazwischen und wollte die Dame schützen. Dabei wurde er ebenfalls von dem rabiaten Lehrer aus Niedersachsen weggestoßen, stürzte und verletzte sich leicht. 
 
 
Wegen der teils hochgradigen Alkoholbeeinflussung der handelnden Personen und Zeugen sind weitere Ermittlungen zur Klärung der Gesamtumstände erforderlich.”
Autor: pm/ik
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