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24.09.2012 Bad Abbach

Wohnzimmerfenster wurde aus der Mauer gerissen

Ethanol-Kamin explodiert: Mann schwerst verletzt


Nach dem Befüllen seines Ethanol-Kamins in einer Wohnung in Bad Abbach kam es am Sonntagabend zu einer Explosion, bei der ein 45jähriger Verbrennungen 3. Grades erlitt.

 

Am Sonntagabend gegen 20 Uhr kam es in Bad Abbach im Landkreis Kelheim zu einer folgenschweren Explosion. Aus noch unbekannter Ursache explodierte in der Dr.-Franz-Schmitz-Straße, in einer Wohnung im 2. Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses, ein Ethanol-Ofen. Der Mann, der sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung befand, erlitt dabei schwerste Verbrennungen 3. Grades, berichteten die Einsatzkräfte. Ob sich noch weitere Personen in der Wohnung befanden ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Bei der Explosion wurde ein Fenster samt Rahmen aus der Mauer gerissen und in den Garten geschleudert. Wie es zur Explosion kam ist noch unklar.
 
 
Die Kriminalpolizei hat noch vor Ort ihre Ermittlungen aufgenommen. Der schwer verletzte Mann wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum nach Bogenhausen geflogen. Vor Ort erschwerten die zugeparkten Anwohnerstraßen die Anfahrt der Rettungskräfte erheblich.
 
 
 
 
Und hier der offizielle, mittlerweile eingetroffene Bericht der Polizei: 
 
 
„Bei der Handhabung eines Ethanol-Kamins kam es am Sonntagabend in einer Wohnung zu einer heftigen Verpuffung. Der 45-jährige Bewohner erlitt schwere Brandverletzungen, das Feuer konnte durch die Nachbarn gelöscht werden.
 
 
Ein 45-jähriger Mann befüllte am Sonntagabend (23.09.2012) gegen 20.15 Uhr in seiner Wohnung in einem Bad Abbacher Mehrfamilienhaus einen handelsüblichen Ethanol-Kamin. Das Gerät dient nicht zu Heizzwecken, sondern findet vornehmlich zur Erhöhung des Raumklimas sowie aus optischen Gesichtspunkten Anwendung.
 
 
Aus bisher nicht geklärter Ursache kam es dabei zu einer Verpuffung, deren Wucht das Wohnzimmerfenster aus der Leibung stieß. Der 45-Jährige, der sich alleine in seiner Wohnung befunden hatte, erlitt schwere Brandverletzungen. Er wurde durch einen Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik eingeliefert. Außerdem entstand ein Feuer in dem Wohnzimmer, das jedoch durch herbeigeeilte Nachbarn gelöscht werden konnte.
 
 
Die Kriminalpolizei Landshut hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Nach derzeitigen Erkenntnissen kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Die Ermittler gehen davon aus, dass entweder ein Gerätedefekt oder ein Handhabungsfehler zu der Verpuffung geführt haben. In die weiteren Untersuchungen wird auch ein Gutachter mit einbezogen.
 
 
Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor einem leichtfertigen Umgang mit Ethanol-Kaminen. Sie unterliegen oftmals keinen verbindlichen Sicherheitsstandards und haben in der Vergangenheit bereits häufiger zu schweren Unfällen geführt. Auf jeden Fall sollten die Betriebsanweisungen der Hersteller strikt beachtet werden und das Nachfüllen nur in abgekühltem Zustand erfolgen.”
Autor: pm/ik

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