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07.09.2012 Herrngiersdorf

60 Jahre nach der Umbettung

Bernhardfest erstmals am neuen Feuerwehrhaus


Am Sonntag, 9. September, ist Herrngiersdorf, der Heimatort des ehrwürdigen Diener Gottes Bernhard Lehner, wieder das Ziel zahlreicher Gläubiger, die an diesem Gebetstag, 60 Jahre nach seiner Umbettung, erstmals am neuen Feuerwehrhaus für seine Seligsprechung beten.

Als Festprediger und Hauptzelebrant fungiert beim um 10 Uhr beginnenden Festgottesdienst Altabt Gregor Zippel OSB von der Benediktinerabtei Rohr. Zur  Nachmittagsandacht  mit Kindersegnung, die um 14 Uhr beginnt, kommt Diakon Reinhold Lechinger als Prediger. Die Ortsvereine wurden aufgerufen sich mit Fahnenabordnungen an diesem Jubiläum der Umbettung zu beteiligen. 

 
Bernhard Lehner, von vielen liebevoll „Kleiner Bernhard“ genannt, wurde am 4. Januar 1930 in Herrngiersdorf geboren. Nach dem Besuch der Volksschule trat er 1941 an das Alte Gymnasium in Regensburg über und wurde Schüler am Bischöflichen Seminar mit dem Wunsch Priester zu werden. Im Dezember 1943 erkrankte Bernhard Lehner schwer. Die Geduld und die Ergebung in sein Schicksal, aber auch seine Sehnsucht, zu sterben, um in den Himmel zu kommen, machten auf ihn aufmerksam. Am 24. Januar 1944 starb Bernhard Lehner in der Städtischen Kinderklinik in Regensburg an Diphterie.
 
 
Bernhard Lehner starb im Ruf der Heiligkeit, der sich schnell ausbreitete und in der Folge wurden zahlreiche Gebetserhörungen seiner Bitte zugesprochen.
 
 
Am 14. Juli 1950 gab Erzbischof Dr. Buchberger in einer feierlichen Sitzung die Eröffnung des Informativprozesses auf Diözesanebene für den jungen Seminaristen Bernhard Lehner bekannt.
 
 
Die Umbettung am 14. September 1952 der sterblichen Überreste des „kleinen Bernhard“ vom Herrngiersdorfer Friedhof in die neu vor dem Hochaltar der Kirche St. Martin in Herrngiersdorf errichteten Gruft durch Erzbischof Dr. Michael Buchberger erfolgte unter der Mitfeier von 20.000 Gläubigen, die an diesem Tag förmlich nach Herrngiersdorf strömten. Dieser Tag jährt sich heuer nun zum 60. Mal und ist Anlaß zu einer besonderen Feier, in die auch die Ortsvereine miteinbezogen werden sollen, die um 9.45 Uhr mit ihren Fahnen vom alten Feuerwehrhaus zum Feuerwehrhaus ziehen.
Autor: Martin Haltmayer
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