13.09.2017 Abensberg

Ausstellung

Eis am Stiel – mal ganz anders interpretiert!

"Eis am Stiel" - dieser Titel ruft im ersten Moment die unterschiedlichsten Gedanken hervor: Haben die einen das Bild eines leckeren Eises an einem heißen Sommertag vor ihrem geistigen Auge, denken andere sofort an den gleichnamigen Film aus den 1970er-Jahren. Daneben kann der Terminus jedoch auch anderweitig interpretiert werden, wie der Offenstettener Fotograph Ferdinand Lanz eindrucksvoll beweist.
Foto: Ferdinand Lanz
"Eis am Stiel" – dieser Titel ruft im ersten Moment die unterschiedlichsten Gedanken hervor: Haben die einen das Bild eines leckeren Eises an einem heißen Sommertag vor ihrem geistigen Auge, denken andere sofort an den gleichnamigen Film aus den 1970er-Jahren. Daneben kann der Terminus jedoch auch anderweitig interpretiert werden, wie der Offenstettener Fotograph Ferdinand Lanz eindrucksvoll beweist.

Das Wandern sowie die Kunstwerke, die die Natur aus sich selbst heraus, nur im Zusammenspiel ihrer unterschiedlichen Elemente schafft, begeistern den mittlerweile pensionierten Lehrer schon lange. Auf ausgedehnten Touren bei Wind und Wetter findet er nicht nur Ruhe und Entspannung, sondern auch seine einzigartigen Fotomotive. Die Aufmerksamkeit des Momentensammlers, wie er selbst sich in Anlehnung an einen gleichnamigen Song nennt, liegt dabei vor allem auf dem Element Wasser - genauer gesagt: gefrorenem Wasser!

 

Dieses nimmt im Moment des Gefrierens eine feste Form an – allein das ist, wie viele aus dem Physikunterricht noch in Erinnerung haben, ein eindrucksvoller Anblick. Trifft das noch flüssige Wasser in diesem Augenblick auf einen Ast, ein Blatt oder was auch immer die Umwelt ihm bietet, schließt es dieses Objekt ein und es entstehen wunderschöne, teilweise fast irreal wirkende Skulpturen. Diese zu finden und aus rechtem Winkel sowie Licht mit der Kamera einzufangen, das ist die Kunst, die diese Bilder zu etwas Besonderem und Lanz zu einem wahren Künstler macht.

 

Es geht ihm dabei, wie er selbst sagt, nicht darum, das eine Bildmotiv zu finden und dem Betrachter als fertiges Werk zu präsentieren. Im Gegenteil möchte er zur selbstständigen und individuellen Beobachtung und Interpretation anregen. Für ihn besteht der Reiz der Betrachtung in der vielfältigen Deutung und dem anschließenden Austausch darüber. So entstehen aus der Phantasie der Betrachter immer wieder neue, bis dahin unentdeckte Formen und Figuren. Über die Bilder hinaus möchte der Künstler auch auf die Entstehung und Entdeckung seiner kleinen Momente aufmerksam machen und sein Publikum dazu anregen, mit offenen Augen durch die Natur zu sehen. Denn nur so können diese kleinen und eigentlich vergänglichen Anblicke wahrgenommen werden.

 

Wollen auch Sie sich in den Bann der Natur ziehen und in Lanz' Bildern Ihr ganz persönliches Eis am Stiel finden, dann kommen Sie vorbei! Die Ausstellung ist vom 26. September bis zum 20. Oktober immer Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum Aventinum in Abensberg kostenfrei zu besichtigen. Jeweils Dienstag und Freitag von 17 bis 19 Uhr wird außerdem der Künstler zum persönlichen Austausch vor Ort sein und freut sich auf Ihr Kommen.

Autor: Pressemitteilung

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