18.10.2015 Bad Gögging

Schlamm- und Wasserschlacht

Der schmutzigste Lauf der Hallertau: Der Limes-Run in Bad Gögging zog wieder in seinen Bann


Foto: Hans Pirthauer
24 Kilometer und 31 Stationen warteten auf die Sportler, die am Samstag, 17.Oktober, um 11 Uhr begleitet von einem kleinen Feuerwerk an den Start gingen. Der Parcours führte von Bad Gögging nach Eining und zurück. Der Veranstalter ließ dabei keine Gelegenheit aus, die "Legionäre" immer wieder an verschiedenen Stellen durch Gewässer wie die Abens und den Kurparksee in Bad Gögging waten, schwimmen und tauchen zu lassen.

Die Cross-Strecke ging außerdem über morastige Wege, sumpfige Wiesen und schlammige Aufschüttungen sowie dornenbewachsene Hügel, zusätzlich wurden Hindernisse etwa aus Betonröhren oder Autoreifen errichtet. Unterwegs konnten sich die Teilnehmer an mehreren Verpflegungsstationen stärken, natürlich auch die Zuschauer, deren Kommentare zur Veranstaltung überwiegend lautete: "Ein Wahnsinn - lauter Verrückte!".

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Viele Herausforderungen

Bereiche mit besonders vielen Hindernissen waren im Kurpark und im Ortskern von Bad Gögging sowie am Campingplatz Felbermühle. Die Teilenehmer wurden richtig gefordert, wenn sie zum Beispiel erst in der Abens unter mehreren Booten des Kanu Club Kelheim durchtauchen mussten, sich dann weiter im Wasser unter der abgehängten Verkehrsbrücke durch dichten Nebel durchtasten, am Ufer über brennende Holzscheite springen und direkt danach durch dunkle, enge Betonröhren krabbeln und sich gleich darauf über und unter dicken Baumstämmen durch auf die andere Seite des Flusses kämpfen mussten.

 

Respekt: 13 Prozent der Teilnehmer waren Frauen

Sumpfig war es an der Station "Vietcong", ebenfalls einer Abens-Durchquerung in besonders schilfigem Gebiet, oder im moorhaltigen "Swamp" im Kurpark von Bad Gögging. Es war wirklich nichts für Weicheier, erstaunlich dazu Pressesprecherin Ursula Schemm: 13 Prozent der Teilnehmer waren Frauen. Schnellster Legionär (Primus Perfector) war: Julian Sterner in der Zeit von 1:47:36. Schnellste Frau (Prima Perfica): Kati Vom Dorp in 2:13:43.Schnellstes Team: vigiles castra regina – BF Regensburg, 2:49:56.

 

609 "Legionäre" starten - 600 kamen ins Ziel

Der Rettungsdienst hatte 35 Personen zu versorgen, zwei wurden im Krankenhaus weiterbehandelt. Es gab die üblichen Sportverletzungen, Unterkühlungen und Erschöpfungen. Mit dem Schlachtruf: "Veni - vidi - vici“ starteten 609 Legionäre, gefinisht haben 600. Nur neun Läufer sind außerhalb der Maximalzeit von 5 Stunden oder gar nicht ins Ziel gekommen. Markus Weigl von der DLRG Neustadt wußte: "Knapp einhundert Einsatzkräfte von DLRG und Wasserwacht aus mehreren Ortsverbänden waren im Einsatz."

Autor: oh

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