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05.03.2012 Abensberg/Regensburg
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Alte Punks, neue Metal-Helden


Am Mittwoch, 7. März, treten die Emil Bulls in Regensburg (Gloria) auf, während TV Smith und die UK Subs einen Kilometer weiter (Alte Mälzerei) die Bühne entern. Saublöd, aber man muss sich entscheiden.

Obwohl - ist die Schnittmenge überhaupt so groß? TV Smith (unser Eröffnungsbild), dieser „Looking though Gary Gilmore‘s Eyes”-Schöpfer und seit „Pushed Again” locker mit den Toten Hosen liierte englische Ur-Punk gibt seit Jahren „nur” noch mit Akustik-Gitarre Konzerte, und die UK Subs sind eine der „alten” Punkbands aus England, die junge Leute heute wohl kaum mehr kennen. „Wohl die einzige Punkband, deren Frontmann auch mal die Blues Harp auspackt”, sagt Uli Eidenschink, der geschmackssichere Bursche, der diese zwei Bands für den Mittwoch, 7. März, in die Alte Mälzerei nach Regensburg holt und dessen Seite www.dasgutekonzert.de hin und wieder besucht werden sollte.

 

Und dann gibt es da die Emil Bulls, die im Regensburger Gloria aufspielen, leider am selben Abend. Ja, verdammt, die Emil Bulls sind, wer‘s noch nicht weiß, eine Hammerband aus und in Deutschland, die seit 16 Jahren ihre kraftvolle, donnerharte, zarte, melodiereiche Art des Metal ins Volk ballern. Sie haben tolle Platten, sie haben tolle Lieder, sie geben tolle Konzerte und ihre Attitude ist klasse. In Regensburg gibt‘s einige Stücke von der hochgelobten, aktuellen Platte „Oceanic” - es tut dem Schreiber dieser Zeilen fast schon leid, aber diese Schwärmerei muss jetzt einfach sein und man darf sich darauf freuen, dass sie im Gloria allen Besuchern Ohren und Gehirn frei räumen werden. 

 

Und was hat das jetzt miteinander zu tun? Allen drei Bands/Künstlern gemein ist die Punk-Einstellung. Man kann sich in der Mälze ins London der 70er/80er begeben, oder im Gloria dem Punk des neuen Jahrtausends zuhören - man wird, das ist sicher, an beiden Orten nicht enttäuscht.

 

Und wer meint, TV Smith würde auf der Bühne wenig überzeugen, solo, dieser abgemagerte Typ mit der ziemlich schebbich aussehenden Gitarre, der höre zu und warte, bis der Fuß mitstampft: Punkrock.

 

In der kleinen Bildergalerie sehen Sie zunächst die Emil Bulls, dann TV Smith und im dritten Foto die UK Subs.

 

Autor: Ingo Knott
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