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21.04.2011 Kelheim
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Chrash Test Dummies: Oooh La La


Wenn man mit dem „Mmm Mmm Mmm Mmm”-Gebrumme richtig Erfolg hatte, will man da nicht weg. Obwohl es nervt. Brad Roberts, Sänger der Crash Test Dummies, wird hiermit zum Problembär erklärt. Das Gebrumme ist für eine ganze Scheibe eindeutig zu viel. M-Hm!

Man müsste nur kurz „Mmm Mmm Mmm Mmm“ summen und schon wüsste jeder, welche Band sich hinter dem Titel des Albums „Oooh La La“ versteckt. Ob der Erfolg der Single „Mmm Mmm Mmm Mmm“ Anfang der Neunziger für die „Crash Test Dummies“ Fluch oder Segen bedeutet, lässt sich schlecht sagen. 

Frontsänger Brad Roberts hat jetzt insgesamt sieben Platten mit den Dummies seit ihrer Gründung 1989 veröffentlicht. Warum die „Crash Test Dummies“ nach dem Überhit in der Masse untergegangen sind, zeigt sich wieder mal an der  Platte „Oooh La La“, erschienen im letzten jahr.

Eine Besonderheit, so die Plattenfirma, sei die Verwendung eines alten Musikspielzeug aus den 70ern, dem „Optigan“. Auch Brad Roberts soll sich angeblich betont fröhlicher als sonst geben. Was dann beim dritten Titel „And it’s beautiful“, der knapp die Grenze zwischen Pessimismus und gute Laune überschreitet, sogar auffällt.

Auch bei „Not today baby“, eine Hommage an Frank Sinatra, haben sich Roberts und Ellen Reid, das letzte Gründungsmitglied an seiner Seite, Mühe gegeben. Das wars dann auch schon mit den Besonderheiten. Brad Roberts tiefe Stimme zählt nämlich eindeutig nicht dazu.

Wer will sich schon während zehn Liedern, deren Melodie eher ruhig gehalten ist, von einer konstant brummigen Stimme besingen lassen. Ein klein wenig depressiv macht sowas schon. Da reißt auch der letzte Titel nichts mehr raus, den Ellen Reid eingesungen hat. Anstatt „Oooh La La“ triffts „Hmm“ dann schon eher.

Autor: wk
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