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06.09.2011 Dingolfing

Auch zweiter Mittelschulverbund gestartet

Alles im Lot bei Schulen im Landkreis

Schulsituation Dingolfing-Landau
Foto: Stefan Klein
Die Hauptschulen im Landkreis Dingolfing-Landau sind jetzt allesamt Mittelschulen, und das ist gut so, meint Schulamtsdirektorin Angelika Haslbeck. Auch der Ausblick auf die Volksschulen allgemein für dieses Schuljahr ist positiv.

So kann man die Ausführung Haslbecks beim jährlichen Pressegespräch vor Schuljahresbeginn resümieren. Besonders erfreulich findet die Schulamtsdirektorin, dass mit dem Start des Mittelschulverbundes Landau zum 1. August 2011 nunmehr alle ehemaligen Hauptschulen im Landkreis Mittelschulen geworden sind, nachdem man bei dem im letzten Jahr gestarteten Mittelschulverbund Dingolfing eine positive Bilanz ziehen könne.

 

Die Mittelschule habe sich, so Haslbeck, als ein pädagogisch erfolgreiches und schulorganisatorisch sinnvolles Modell erwiesen. Das Alleinstellungsmerkmal intensive Berufsorientierung sei ebenso wie die individuelle Förderung weiter ausgebaut worden. Auch habe man, wie erhofft, der demographischen Entwicklung zum Trotz keinen Schulstandort schließen müssen. „Die Ziele Standortsicherung und Qualitätssteigerung sind erreicht worden“, sagte auch stellvertretender Landrat Georg Eberl.

 

Die Schülerzahlen im Landkreis an Grund- und Mittelschulen sind trendgemäß leicht rückläufig. Insgesamt werden im Schuljahr 2011/12 voraussichtlich 5.141 Schüler die Grundschulen (3.271) und die Mittelschulen (1.870) besuchen. 215 weniger als im Vorjahr, wobei der Rückgang in den Grundschulen mit 162 Schülerinnen und Schülern (entspricht 4,7 Prozent) höher ausfällt als in den Mittelschulen mit 53 (2,8 Prozent).

 

Insgesamt unterrichten im Landkreis 449 Lehrkräfte. Mit dieser Personalsituation könne man zufrieden sein, so Haslbeck. Was sich auch an der unterrichtsfreundlichen Durchschnittsschülerzahl von 21,51 für beide Schularten zeigt.

 

Aus unterrichtsfachlicher Sicht soll die Hauptschulinitiative, für die der Schulamtsbezirk Dingolfing-Landau als Modellregion dient, weitergeführt werden. Das bedeutet eine Vertiefung der begabungsgerechten individuellen Förderung auf der einen genauso wie eine noch stärkere Praxis- und Berufsorientierung auf der anderen Seite. „Schule soll möglichst nah an der Wirtschaft sein“, so Haslbeck, aber nicht im Sinne eines verlängerten Arms der Wirtschaft, sondern um möglichst allen Schülern eine Berufsausbildung ermöglicht werde. „Wir ringen um jeden Schüler“, macht die Schulamtsdirektorin klar.

 

Und schließlich ist die Grundschule Landau ab diesem Schuljahr, als eine von nur drei in ganz Niederbayern, eine Schule mit dem Profil „Inklusion“, wird also die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf in der „normalen“ Sprengelschule ermöglichen. 

Autor: Stefan Klein

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