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05.10.2012 Dingolfing

Treffen im Atrium Dingolfing

JU Niederbayern für faire GEMA-Gebühren


Die Junge Union Niederbayern kämpft für einen Erhalt der bisherigen GEMA-Gebühren. Hintergrund ist die von der GEMA geplante Änderung der Tarifstruktur zum 1. April 2013. Im Rahmen ihrer letzten Bezirksausschusssitzung diskutierte die JU Niederbayern deshalb diese bundespolitische Thematik mit Marcel Reicheneder, Betreiber der Diskothek Atrium in Dingolfing.

"Wir sind nicht gegen eine Beteiligung der Künstler an den Erlösen von Veranstaltungen", betont JU-Bezirksvorsitzender Florian Oßner (4. v.li.). Allerdings müsse eine gewisse Verhältnismäßigkeit gewahrt werden. Die geplante Tarifstruktur ist künftig grundsätzlich nur noch von zwei Größen abhängig: der Raumgröße und dem Eintrittspreis, was in weiten Teilen zu deutlichen Kostensteigerungen für die Veranstalter führen wird. Richtig dramatisch können die Preiserhöhungen für Diskotheken werden, wie Marcel Reicheneder (3. v.li.) vorrechnete. Teilweise würden sich die Gebühren um mehrere 100 Prozent vervielfachen, was für viele Diskotheken das Aus bedeuten würde.

 

Aber nicht nur Diskotheken wären gefährdet. Auch Veranstalter von Vereinsfeiern, Stadtfesten oder Faschingsbällen laufen in den Augen der Jungen Union Gefahr, künftig deutlich tiefer für GEMA-Gebühren in die Tasche greifen zu müssen. "Gerade für das Vereinsleben, wie beispielsweise für die Feuerwehren, Landjugendverbände und Schützenvereine vor Ort, könnte die geplante Tarifänderung einen schweren Schlag bedeuten", so Oßner. Da man diese absehbare Entwicklung nicht ohne weiteres hinnehmen werde, wolle sich die JU Niederbayern mit ihrer jetzt gestarteten Postkartenaktion für einen Erhalt der bisherigen Tarifstruktur einsetzen.

 

Außerdem beschloss der JU Bezirksausschuss einstimmig, auch im kommenden Jahr den Lehrstellenspiegel wieder aufzulegen. "Die Aktion ist seit neun Jahren ein großer Erfolg", so Oßner. Glücklicherweise habe sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert, dennoch wolle man das Angebot an die Jugendlichen ebenso wie an die Betriebe weiterführen.

 

Einen erfreulichen Zwischenbericht konnte Florian Oßner außerdem von der Mitgliederoffensive der JU Niederbayern vermelden. "Wir haben die Trendwende geschafft", so Oßner. Im Gegensatz zu den Vorjahren und auch im Gegensatz zu anderen Verbänden könne sich die JU Niederbayern über steigende Mitgliedszahlen freuen.

Autor: iw

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