31.01.2012 Pilsting/Großköllnbach
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Landkreis-FDP distanziert sich klar von Berlin

"Größenwahnsinnige Bundes-FDPler"

FDP-Kreisverband
Foto: iw
Kein gutes Haar hat der FDP-Kreisverband Dingolfing-Landau bei der Jahreshauptversammlung im Brauereigasthof Egerer in Großköllnbach an der Bundes-FDP gelassen. Man will auch keine Beiträge mehr an den Bund abführen. Einstimmig wiedergewählt wurde bei den turnusmäßigen Neuwahlen der Kreisvorsitzende Franz Egerer.

Dieser begrüßte neben den zahlreich erschienenen Mitgliedern insbesondere MdL Dr. Andreas Fischer und als Gäste aus den benachbarten Kreisverbänden Prof. Dr. Christoph Zeitler und Alois Rohrsetzer aus Landshut sowie Siegfried Seidl aus Eggenfelden.

 

Egerer betonte in seiner Ansprache, dass er sich nicht durch die Fehler der „größenwahnsinnigen, mandatssüchtigen Bundes-FDPler" in Berlin die Freude an der Kommunalpolitik verderben lasse. Das Problem derzeit sei, dass die Marke FDP sämtliches Ansehen verspielt habe, was aber nicht am Kreisverband oder an der Landespolitik liege. Er schäme sich für die dilettantische Arbeit der Bundes-FDP. Egerer meinte, es wäre angebracht, dass sich die Schuldigen in der Parteizentrale zu einem historischen Kniefall durchringen und die Basis endlich akzeptieren würden.

 

Der Kreisverband und seine gute Arbeit würden nämlich sehr wohl wahrgenommen. „Wir leben noch und werden bekämpft, denn auf Toten würde keiner mehr rumhacken", so Egerer. Die FDP Dingolfing-Landau kämpfe dafür, die Bayerische FDP zu stärken, und setze sich auch dafür ein, dass man sich klar von der Bundes-FDP distanziere. „Unsere Wählerinnen und Wähler wohnen in Bayern und nicht in Berlin." Um dies zu bestärken hat der FDP-Kreisverband beschlossen, keine Beiträge mehr an den Bund abzuführen. „Wir haben eine Fürsorgepflicht für unsere Mitglieder und deren Beiträgen. Berliner Dummheit darf nicht auch noch finanziell unterstützt werden. Es liegt jetzt an uns, die Bürgerinnen und Bürger von den Bayerischen Qualitäten der FDP zu überzeugen um unsere niederbayerischen Abgeordneten Dr. Fischer und Dietrich von Gummpenberg weiter im Maximilianeum zu haben“, so Egerer zur liberalen Zukunft.

 

Im anschließenden Rechenschaftsbericht betonte Egerer die hervorragende Arbeit auf Kreisebene, dank der Mitglieder und des Vorstandes, aber speziell auch der ständigen Unterstützung von Dr. Fischer. 23 Veranstaltungen in einem Jahr zeugen von einem lebendigen Kreisverband. Als Höhepunkte seien hier sicher der Besuch von MdB Horst Maierhofer, die Berlin-Fahrt, der Landtagsbesuch bei Dr. Fischer oder auch der Besuch der FDP-Sommertour in Dingolfing zu nennen. Neben den politischen Veranstaltungen fanden aber auch Betriebsbesichtigungen u.a. beim Gemüsehof Löw in Ganacker oder des Kernkraftwerks Isar statt. Auch gesellige Veranstaltungen wie Weihnachtsfeier oder Volksfestbesuch gehörten ebenso wie Vorträge über verschiedene Themen zum Spektrum des Kreisverbandes.

 

Nach dem Rechenschaftsbericht wurde MdL Dr. Fischer das Wort erteilt. Fischer lobte die aktive Arbeit des Kreisverbandes und bezeichnete diesen sogar als „Muster-Kreisverband“, bei dem er immer gerne zu Gast sei. Anschließend ging Dr. Fischer auf die Landespolitik ein und verwies darauf, dass das Land Bayern in sämtlichen Kategorien an der Spitze in Deutschland steht, was auch an der Regierungsbeteiligung der FDP in Bayern liege, da man nun besser im Rennen liege als früher bei einer CSU-Alleinregierung.

 

So stehe der Wähler im nächsten Jahr auch vor drei Möglichkeiten, wie die Zukunft in Bayern aussehen solle. Die erste wäre die Fortsetzung der bisherigen Regierung aus CSU und FDP. Die weiteren wären eine CSU-Alleinregierung oder eine unsichere Dreierkoalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern. Wobei bei letzterer keine verlässliche und sichere Politik wie jetzt zu erwarten sei, da insbesondere die Freien Wähler bereit seien alles für eine Regierungsbeteiligung zu tun. Dies müsse den Wählern bis zur nächsten Landtagswahl vor Augen geführt werden, damit die erfolgreiche Politik der jetzigen Landesregierung fortgesetzt werden kann.

 

Anschließend trug Schatzmeister Jörn Hund noch den Kassenbericht vor, welcher eine solide finanzielle Lage des Kreisverbandes ergab. Nachdem der bisherigen Vorstandschaft einstimmig die Entlastung erteilt wurde standen die turnusgemäßen Neuwahlen an. Diese brachten folgendes Ergebnis: Kreisvorsitzender: Franz Egerer, Stellvertreter: Olaf Lebelt und Christian Göttlinger. Schatzmeister: Jörn Hund, Schriftführer: Gerhard Lichtinger. Werner Betz bekleidet das neu geschaffene Amt eines Kreisgeschäftsführers. Zu Beisitzern wurden bestimmt: Stephan Besl, Andreas Baier, Thomas Eiba, Werner Betz, Günther Kammerer, Peter Zobel und Christian Bachinger. Als Kassenprüfer fungieren in Zukunft Franz Janca und Alois Rohrsetzer. Abschließend wurden noch Günther Kammerer, Werner Betz und Olaf Lebelt als Delegierte für den Bezirks- und den Landesparteitag gewählt.

 

Der wiedergewählte Kreisvorsitzende Egerer blickte zum Schluss der Versammlung auf bevorstehende Veranstaltungen, so insbesondere den politischen Aschermittwoch am 22. Februar, welcher dieses Jahr zum erstenmal in Dingolfing stattfindet. Hauptredner ist hierbei der FDP-Bundesvorsitzende Dr. Rösler. Neben geplanten politischen Veranstaltungen ist auch in Zukunft ein breites Angebot des Kreisverbandes an gesellschaftlichen und informativen Veranstaltungen geplant.



Autor: kx

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