IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr
Warnstreik bei BMW in Dingolfing

Die Friedenspflicht im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie ist letztes Wochenende abgelaufen. Nach drei Verhandlungsrunden legte der Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie (VBM) ein Angebot von drei Prozent für 14 Monate vor, von dem sich die Metallgewerkschaft laut Pressemitteilung „sehr enttäuscht" zeigt. Zudem wollten die Arbeitgeber eine Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 40 Stunden für zusätzliche zwölf Prozent der Beschäftigten und die Ausdehnung der Befristungen auf 36 Monate.
Man werde sich mit „läppischen drei Prozent" nicht abspeisen lassen, machten die Redner auf der Kundgebung vor dem Werk 2.4 am Donnerstagvormittag deutlich. Auch könnten die Arbeitgeber, konkret BMW, nicht über den Fachkräftemangel klagen und gleichzeitig Auszubildende - die Fachkräfte der Zukunft - nicht übernehmen.
Robert Grashei, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Landshut: „Das Angebot empfinden wir als Provokation. Die Beschäftigten in der Branche sind mehr wert und haben mehr Geld mit ihrer Leistung verdient. Jetzt machen wir mit Warnstreikaktionen Druck, damit die Arbeitgeber am Verhandlungstisch nachlegen." In dieser Woche startete die Gewerkschaft die erste Warnstreikwelle nicht nur in der Region, sondern in allen Tarifgebieten der Metall- und Elektroindustrie. Am Donnerstag lag der Schwerpunkt bei den BMW Werken in Dingolfing und Landshut.
Bei allen Streikaktionen, die jeweils die Produktion für rund zwei Stunden stilllegen werden, veranstalten die Metaller jeweils Kundgebungen vor den Werkstoren.
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