25.01.2012 Langenbach
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Wenn der "Kleine" aufmuckt…

Rosenkrieg zwischen Moosburg und Langenbach

Rewe Langenbach
Foto: Kuhn
Für einige war es ein regelrechter Tabubruch: Langenbach überspringt mit seinem Siedlungsgebiet die Bundesstraße in Richtung Bahnlinie. Die Stadt Moosburg läuft dagegen Sturm und ist als Nachbarkommune scharf dagegen.

 

Grund: Die Moosburger sehen ihre Funktion als Mittelzentrum einmal mehr als gefährdet an, wenn in Langenbach ein Supermarkt mit 1.200 Quadratmetern Verkaufsfläche entsteht. Dazu soll ein Drogeriemarkt gebaut werden, der aber 800 Quadratmeter Verkaufsfläche nicht überschreiten darf. 
Prompt gab es bitterböse Zwischenrufe im Gemeinderat von Langenbach, bis hin zu diesem: „Der Neid ist überall.“ Dabei hätten die Moosburger sich ihre scharfe Stellungnahme, die erkennbar keine Klimaverbesserung bewirkt hat, sparen können. 
Der geplante Supermarkt ist nämlich ein Ersatzbau. Es gibt ihn bereits in Langenbach, nur kleiner und ohne ausreichende Erweiterungsmöglichkeiten. Diese hat die Verwaltung in Langenbach gesucht, und das über zwei Jahre. Jetzt muss es eben ein Neubau auf der berühmten „grünen Wiese“ sein, und in allen Stellungnahmen der Gemeinde zu den Einlassungen der Fachbehörden wird deutlich, dass sie hierin die zweitbeste Lösung sieht. 
 
 
Aber es ist nach Lage der Dinge die einzige. Zum Unmut der Moosburger. Die behaupten, dass das Sondergebiet und das Gewerbegebiet „nicht angebunden seien.“ Das sehen die Langenbacher gründlich anders, verweisen auf die aufwändige fußläufige Erschließung durch eine Unterführung aus der einen und eine Ampel aus der anderen Richtung. Wieder ein Zwischenruf: „Wo ist die Anbindung von Degernpoint?“ Gelächter im Gemeinderat, Thema abgehakt. 
Das Gewerbegebiet wird kleingliedriger als das für die großen Logistiker am Ortseingang aus Richtung Moosburg. Die Gebäudelänge wird auf 100 Meter begrenzt. Bebauungsplan und Flächennutzungsplan werden parallel voran getrieben, die öffentliche Auslegung als zentraler Schritt im Verfahren ist jetzt das nächste. Alle Entscheidungen im Gemeinderat fielen einstimmig.


Autor: kn

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