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08.10.2012 München/Freising

44-Jähriger gestand Tötung seiner Ex-Freundin

Wollte sich Mörder das Leben nehmen?


Nachdem am Sonntagabend in Ramersdorf bei München eine Frau getötet wurde, verunglückte ihr Ex-Freund auf der A92 bei Freising. Der 44-Jährige gestand der Polizei den Mord – und dass er sich umbringen wollte.

Am Sonntagabend wurde eine 31-jährige Frau in Ramersdorf bei München in ihrer Wohnung umgebracht. Am Sonntag, 7. Oktober, gegen 21.30 Uhr, bemerkte eine Zeugin im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in Ramersdorf eine Blutspur, die vor einer Wohnungstür endete. Aus der Wohnung hörte sie ein Kind schreien.

 

Als auf Klingeln und Klopfen nicht reagiert wurde, verständigte die Zeugin die Polizei. Die eintreffenden Beamten entdeckten durch ein Fenster der besagten Wohnung eine leblose Frau am Boden und öffneten daraufhin die Wohnung. Der verständigte Notarzt konnte nur noch den Tod der 31-jährigen Wohnungsinhaberin feststellen. Sie war augenscheinlich erstochen worden. In der Wohnung befand sich noch das wenige Monate alte Kind des Opfers, das derzeit in Obhut der Behörden ist.

 

Der Tatverdacht richtete sich gegen einen früheren nicht in München lebenden 44-jährigen Freund des Opfers, der in der Nähe der Wohnung beobachtet worden war. Dieser war bei Eintreffen der Polizeikräfte nicht mehr vor Ort.

 

Noch während der ersten Ermittlungen der Mordkommission München am Tatort wurde bekannt, dass offenbar dieser Freund im Bereich Freising einen Autounfall hatte und stationär in einem Krankenhaus behandelt werden muss. Gegenüber den Unfall aufnehmenden Beamten gab er an, dass er den Unfall absichtlich herbei geführt hatte, um sich das Leben zu nehmen. Als Motiv nannte er, dass er seine Ex-Freundin in München getötet hätte. Weitere Angaben machte er nicht.

 

 

Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen und befindet sich unter Bewachung weiterhin in stationärer Behandlung. Die Staatsanwaltschaft München I wird Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes beantragen. Über das Motiv der Tat ist derzeit nichts bekannt. Die Ermittlungen dauern an.

Autor: tg

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