14.01.2013 Moosburg

Freie Wähler marschieren vorneweg

"Ja zur Bildung – Nein zu Studiengebühren"


Wieso baut das reichste Bundesland Deutschlands zusätzliche soziale Hürden für Studierende auf?

In Moosburg läuft der Wahlkampf an: Ein breites Bündnis hat sich zusammengeschlossen, um auch in der Stadt einen Beitrag dazu zu leisten, dass die bayernweit 940.000 Wahlberechtigten auch in die Rathäuser gehen und sich eintragen, genau wie es bei der erfolgreichen Entscheidung zum Nichtraucherschutz auch schon der Fall war. Die Freien Wähler marschieren in Moosburg vorneweg.

Sie haben diese Welle los getreten, und das wird von allen Bündnispartnern respektiert. Vorsitzender Hinrich Groeneveld registrierte bei einer Pressekonferenz auch genüsslich die Gegnerschaft des Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) zu den Studiengebühren. Der DGB organisiert eine Podiumsdiskussion am 21. Januar um 20 Uhr im Gasthaus „Zur Länd“, und die Veranstalter hoffen alle, dass sich auch die Befürworter der Studiengebühren der Diskussion stellen. Die Faltblätter, die in diesen Tagen in ganz Moosburg verteilt werden, sind schon gedruckt, und die Informationsstände auf dem Wochenmarkt organisiert. Am 19. und am 26. Januar wollen die Aktivisten dort zur Sache informieren. Weitere Aktionen sind vor dem Rathaus – dem Ort der möglichen Eintragung – geplant.

Rückenwind kommt nicht nur vom Ministerpräsidenten, sondern auch von Berichten über Verschwendung von Mitteln aus der Studiengebühr. Sie hat diesen inzwischen großteils bestätigten Meldungen zufolge ihren Zweck gar nicht erreicht. Dass das reichste Bundesland zusätzliche soziale Hürden für ein Studium aufbaut, ist für die Initiatoren ohnehin unverständlich.  

Autor: kn

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