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14.12.2011 Landshut/Neufahrn

Kurioser Vorfall bei Gericht

Haschisch statt Salami auf dem Pausenbrot


Aufregung in der Mittagspause des Prozesses vor der Jugendkammer des Landgerichts um die Überfälle auf die Spielhallen in Neufahrn und Eching-Weixerau: In der „Brotzeit” eines der drei Angeklagten wurde vermutlich Rauschgift – Haschisch oder Marihuana – entdeckt.

 

Eine aufmerksame Polizeibeamtin,  alle drei Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft, kontrollierte das „Brotzeitpaket” von Mustafa K., ehe er in eine Zelle gebracht wurde und fand in einem Brot unter dem Salamibelag ein kleines Tütchen, das mit großer Wahrscheinlichkeit Haschisch oder Marihuana enthielt. Den „Stoff” hatte vermutlich einer der Verwandten, die den Prozess mitverfolgen, in einem unbeobachteten Augenblick dem 23-Jährigen als „Wegzehrung” zugesteckt. 
 
 
Die Konsequenz: Die bisher großzügig geduldeten Kontakte des Lageristen zu den Verwandten sind ab sofort untersagt. Außerdem laufen natürlich Ermittlungen gegen den „Drogenkurier”.
Die Vernehmung der Opfer der Spielothekenüberfälle stand danach im Mittelpunkt des dritten Verhandlungstages. Wie berichtet, wird dem 23-jährigen Mustafa K. aus Neufahrn und seinem Schwager Recep K. (29) aus Schwaig vorgeworfen, Spielhallen in Neufahrn und in Eching überfallen zu haben. Dabei soll die mit dem 23-jährigen Lageristen befreundete damalige Servicekraft in einer der Spielhallen, Tanja W. (21) als Tippgeberin fungiert und das Tatauto gesteuert haben. Erbeutet wurden insgesamt 4.650 Euro. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.
 
Das Bild zeigt ein Archiv-Foto.
Autor: ws
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