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31.07.2012 Neufahrn

Fahrer übermüdet: Drei Verletzte

Auto fliegt in Gegenverkehr


Ein spektakulärer Unfall ereignete sich am späten Montagabend auf der A9 kurz nach dem Kreuz Neufahrn, bei dem ein Pkw abhob und in den Gegenverkehr flog. Dabei wurden drei Personen verletzt.

 

Ein spektakulärer Unfall ereignete sich am späten Montagabend auf der A9 kurz nach dem Kreuz Neufahrn, bei dem ein Pkw abhob und in den Gegenverkehr flog. Dabei wurden drei Personen verletzt.


Ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Kelheim befuhr am Montag gegen 23.20 Uhr die A9 im Baustellenbereich Richtung Nürnberg. Auf Grund von Übermüdung kollidierte er mit der Bauleitplanke, die die drei Fahrstreifen Richtung Nürnberg baulich vom Einzelfahrstreifen Richtung München trennt. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Miniguard.

 

Durch den Anprall aufgeschreckt, versuchte er seinen Audi A4 wieder unter Kontrolle zu bringen. Dabei geriet er jedoch auf die Miniguard, auf der er einige Meter entlang glitt und schließlich mit dem Fahrzeug abhob. Der A4 flog auf die Gegenfahrbahn Richtung München, schlug dort auf und hob erneut ab. Noch in der zweiten Flugphase kollidierte er mit dem entgegenkommenden Golf eines 30-Jährigen aus dem Landkreis Freising. Der A4 kam nach der Kollision schließlich an der Mittelleitplanke auf den Rädern zum Stehen.

 

Der 23-jährige Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen und kam mit den Rettungswagen ins Krankenhaus. Der 30-Jährige wurde in seinem Golf eingeklemmt und musste von der Feuerwehr herausgeschnitten werden. Er wurde schwer verletzt und kam mit dem Rettungshubschrauber in eine Münchener Klinik.

 

Die 27-jährige Beifahrerin im Golf kam mit leichten Verletzungen davon. Sie musste aber ebenfalls mit dem Rettungswagen zur Behandlung ins Krankenhaus. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 21.000 Euro.

 

An der Unfallstelle waren zur Rettung und Bergung sowie Absicherung die Feuerwehren Eching mit 5 Fahrzeugen und 25 Mann sowie Allershausen mit 5 Fahrzeugen und 33 Mann im Einsatz. Eingesetzt waren außerdem noch ein Rettungshubschrauber, ein Notarzt, drei Rettungswagen und zwei Fahrzeuge der Verkehrspolizei.

 

Der Einzelfahrstreifen Richtung München war durch den Unfall blockiert. Die Fahrzeuge, die im Stau standen, konnten über den Baustellenbereich ausgeleitet werden. Während des Einsatzes des Rettungshubschraubers war die Fahrbahn Richtung Nürnberg komplett gesperrt. Auf Grund des geringen Verkehrs kam es zu keinen nennenswerten Stauungen.

Autor: tg

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