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12.10.2012 München/Freising/Landshut

39-Jährige hatte Haftstrafe nicht angetreten

Festnahme wegen fahrlässiger Tötung!

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Foto: Bundespolizei
Die Polizei konnte jetzt einen verurteilten 39-Jährigen festnehmen, der seine Haftstrafe nicht angetreten hat. Der Mann hatte vor zwei Jahren einen 17-Jährigen fahrlässig getötet.

Die Staatsanwaltschaft Landshut erließ im August diesen Jahres Haftbefehl zur Strafvollstreckung gegen einen 39-jährigen Mann, der zuletzt im Raum Landshut wohnte und dann für die Justizbehörden nicht mehr erreichbar war. Im Mai diesen Jahres wurde ein Urteil des Landgerichtes Landshut wegen fahrlässiger Tötung und Straßenverkehrsgefährdung gegen ihn rechtskräftig.

 

Der 39-Jährige war zu zweieinhalb Jahren Freiheitsstrafe bzw. Unterbringung in einer Entziehungsanstalt verurteilt worden, nachdem er unter Drogeneinfluss, ohne Fahrerlaubnis, vor zwei Jahren auf der Autobahn A 92, kurz nach der Abfahrt zum Flughafen München, einen tödlichen Verkehrsunfall verursachte, bei dem ein 17-jähriger Zweiradfahrer starb und seine gleichaltrige Begleiterin schwer verletzt wurde.

 

Fast auf den Tag genau, zwei Jahre nach dem schrecklichen Unfall nahmen Beamte einer Fahndungseinheit der Münchner Polizei den 39-Jährigen in seiner neuen Wohnung in München fest. Im neunten Stock wohnte er dort, ohne Verzeichnis am Eingang. Die Mutter des damals getöteten Jugendlichen informierte selbst die Münchner Polizei, als sie erfahren hatte, dass der 39-Jährige seinen bisherigen Wohnort im Raum Landshut verlassen und eventuell nach München gezogen war.

 

Diese Information beschleunigte die Festnahme des Verurteilten und dessen Überstellung in ein niederbayerisches Bezirkskrankenhaus. In der Wohnung stellten die Beamten der Münchner Fahndungseinheit einen fertig gedrehten Joint und sechs Dolden Marihuana sowie zwei Dutzend Tabletten noch unbekannter Wirkung sicher.

 

Am 8. Oktober 2010 gegen 21.15 Uhr war ein 17-Jähriger aus dem Landkreis Kelheim mit seinem Leichtkraftrad auf der A 92 in Richtung Deggendorf gefahren. Auf dem Sozius war eine ebenfalls 17-jährige Freisingerin gesessen.

 

Zwischen dem Autobahndreieck Flughafen und der Anschlussstelle Freising-Mitte war zur gleichen Zeit der damals 37-jähriger Arbeiter aus dem Raum Landshut mit seinem Kleintransporter auf den, auf der rechten Fahrspur fahrenden, Motorradfahrer aufgefahren. Dieser war dadurch gestürzt und zusammen mit seiner Sozia auf den Seitenstreifen geschleudert worden.

 

Trotz sofort eingeleiteter „Erste-Hilfe-Maßnahmen“ durch zwei Ersthelfer, erlag der junge Mann damals kurze Zeit später in einem umliegenden Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die Beifahrerin des Motorradfahrers war schwer verletzt in ein Krankenhaus verbracht geworden.
 

Autor: tg

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