12.04.2017 Freising

Opfer in Kung-Fu-Manier niedergeprügelt

Bundespolizei sucht nach brutalem Bahnhof-Treter

Kung-Fu-Attacke Bahnhof Freising 7. April
Foto: Bundespolizei
Die Spuren der Tat sind auch Tage später noch zu sehen: Die Bundespolizei sucht nach einem jungen Mann, der am späten Freitagabend, 7. April, gegen 22.15 Uhr im Bahnhof Freising einen 35-Jährigen in Kung-Fu-Manier "niedergestreckt" hat.

Wie die Bundespolizei am Mittwoch nach Auswertung der Kameraaufzeichnung meldete, hat bei dem Vorfall ein ca. 18- bis 22-jähriger Mann nach einem Streitgespräch am Bahnsteig des Bahnhofes Freising einen 35-Jährigen in ungewöhnlich brutaler Manier mit dem Fuß getreten. Nach dem "Kung-Fu-Tritt" prallte der 35-Jährige aus Freising mit dem Kopf gegen die Verglasung der Bahnhofshalle, die daraufhin splitterte. Auch als der Freisinger bewegungslos am Boden lag, soll der Angreifer noch auf ihn eingetreten haben.

 

Eine Zeugin hatte das Geschehen aus sicherer Entfernung beobachtet und über den Notruf die Landespolizei verständigte. Noch bevor Einsatzkräfte eintrafen, hatten sich sowohl der brutale Täter (in Begleitung mehrerer Gleichaltriger) als auch sein verletztes Opfer unerkannt entfernt. Trotz einer Suche in und um den Tatort konnten die Beamten keine Personen mehr ausfindig machen, auf die die Beschreibungen zutrafen.

 

Aufgrund der Bilder aus Videoaufzeichnung konnten Beamte der Polizeiinspektion Freising wenige Tage später den Ermittlern der Bundespolizei bei der Identifizierung des Geschädigten weiterhelfen. Es handelt sich um einen 34-Jährigen, der zum Tatzeitpunkt alkoholisiert war und bislang keine Anzeige erstattet hatte. Die Aufnahmen zeigen auch, dass sich zum Tatzeitpunkt mehrere unbeteiligte Personen am Bahnsteig aufhielten und sich teilweise auch um den Verletzten kümmerten.

 

Die Bundespolizei sucht nun mit diesem Zeugenaufruf sowie polizeiinterner Fahndung mit Bildern nach dem brutalen Täter. Zudem wird nach Zeugen gesucht, die zu dem vorangegangenen verbalen Streit und/oder zu der körperlichen Auseinandersetzung sachdienliche Hinweise geben können.

 

Der brutale Treter ist laut Beschreibung ca. 18 bis 22 Jahre alt und etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß. Er hatte einen markanten Haarschnitt (an den Seiten und hinten rasiert und am Oberkopf die vorne höheren dunklen Haare hochgekämmt bzw. gegelt). Bekleidet war er mit einer schwarzen Hose, einem schwarzen, langarmigen Longsleeve-Shirt sowie grauen Sportschuhen. An der linken Hand trug er eine Uhr mit größerem Ziffernblatt.

 

Aufgrund der Tatausführung liegt der Verdacht nahe, dass der Gesuchte eine Kampfsportausbildung absolviert (hat). Sein muskulöser Oberkörper deutet zudem darauf hin, dass er ggfs ein Sport-, Fitness- oder Bodybuilding-Center besucht (hat). Er war mit einer Gruppe etwa gleichaltriger, männlicher Personen unterwegs und ließ sich nach der Tat – am Bahnsteig auf- und ablaufend – mit zu einer Art Siegerpose erhobenen Händen "feiern". Der Schläger hat evtl. einen  südländischen (ggfs. türkischen) Migrationshintergrund.

 

Wer Angaben zu dem Gesuchten oder zur Gruppe machen kann, mit der der Täter unterwegs war oder wer die Tat selbst beobachtet hat, wird gebeten sich mit der Bundespolizeiinspektion München unter der Rufnummer 089/515550-111 in Verbindung zu setzen.

Autor: fw / kx

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