10.01.2017 München

Umfassendes Alkohlverbot tritt in Kraft

Wer am Hauptbahnhof nachts ein Bierchen trinkt, bekommt gehörig Ärger

Hauptbahnhof München
Ab 11. Januar bekommen alle, die sich nachts mit einer offenen Bierflasche, einem Flachmann oder sonstigen alkoholhaltigen Getränken in der Gegend um den Münchner Hauptbahnhof erwischen lassen, gehörig Ärger. Die Stadt hat ein umfassendes Alkohlverbot beschlossen.

Das Alkoholverbot gilt im Hauptbahnhof-Gäude, in den umliegenden Straßen sowie in der Paul-Heyse-Unterführung. Wer sich nicht daran hält, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Nach Auskunft der Stadt München droht dann ein Geldbuße in mittlerer zweistelliger Höhe. Bei Wiederholungstätern kann das Kreisverwaltungsreferat Aufenthaltsverbote verhängen. Das gilt auch für pöbelnde Betrunkene.

 

Der Alkohol-Bann ist eine Reaktion der Stadt München auf die deutlich gestiegene Zahl von Staftaten und Pöbeleien im Umfeld des Bahnhofs. Die Täter sind laut Polizei München meist alkoholisiert. In manchen Bereichen der Region um den Hauptbahnhof sei die Zahl der Gewaltdelikte um bis zu 139 Prozent gestiegen.

 

Die Bahn hat ihre Hausordnung an die Verordnung der Stadt München angepasst.

 

Das Polizeipräsidium München begrüßt das Alkoholverbot. „Die von uns bereits mehrfach gewünschte Verordnung der Landeshauptstadt München über das Verbot des Verzehrs und des Mitführens alkoholischer Getränke auf öffentlichen Flächen im Bereich des Hauptbahnhofes zwischen 22 und 06 Uhr. Der Geltungsbereich der städtischen Verordnung, die auf Grundlage des Bayerischen Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG) ergangen ist, betrifft das Umfeld des Hauptbahnhofs sowie die Paul-Heyse-Unterführung”, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Das Verbot umfasst den Konsum alkoholischer Getränke und das Mitführen solcher Getränke, wenn diese aufgrund der erkennbaren Umstände zum dortigen Verzehr bestimmt sind.

 

Mit der Verordnung soll erreicht werden, dass sich dort dauerhaft keine Personen mehr aufhalten, die nur für den Alkoholkonsum zum Hauptbahnhof kommen. Dazu sollen alkoholbedingte Straftaten verhindert sowie die Sicherheitslage und das Sicherheitsgefühl dort verbessert werden.

 

Das Polizeipräsidium München wird sich mit den anderen zuständigen Behörden (Bundespolizei, KVR) darum kümmern, dass die neuen Regeln eingehalten werden. Bei Kontrollen der Polizei werden entsprechende Verstöße verfolgt und die Anzeigen zur weiteren Bearbeitung sowie Ahndung an das KVR weitergeleitet.

 

Polizeipräsident Andrä betont: „Wir werden dabei mit der gebotenen Konsequenz, aber auch dem notwendigen Augenmaß vorgehen und alles dafür tun, dass die Bürgerinnen und Bürger in München Ihren Hauptbahnhof weiterhin sicher benutzen können!“

Autor: pm / uj

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