03.02.2012 Bayern / Deutschland
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Ehemaliger Matrose will seine Leidenschaft teilen

Hochseefischer-Stammtisch sucht Mitglieder

Hans Kühn
Foto: we
Hans Kühn hatte als kleiner Junge einen Traum: „den Traum zur See zu fahren und dabei auch noch gutes Geld zu verdienen.

Diesen Traum habe ich mir erfüllt, als ich mit 18 Jahren zur Hochseefischerei ging. Es war eine Zeit, aus der ich für mein späteres Leben sehr viel mitgenommen habe, denn auf See herrscht ein ganz anderer Ton wie an Land.“

 
Der einstige Matrose und Fischereiverarbeiter erinnert sich: „Man muss sich einfügen können, muss lernen sich auch unterzuordnen. Man kann nicht, wie in einem Betrieb die Tür zumachen und Zuhause alles vergessen. Dort galt wie nirgends woanders der Satz ‘Einer für alle, alle für einen.`Was auch immer geschah, egal welche Arbeit Hilfe brauchte, alles wurde gemeinsam geleistet. Denn an der Fangprämie waren ja auch alle beteiligt. Was an Land wohl nie möglich ist und auch nie umsetzbar sein wird.“ Heute ist Hans Kühne Rentner, kann die Zeit auf hoher See jedoch nicht vergessen und hat ein besonderes Anliegen: „Ich möchte einen Beitrag leisten, dass die Arbeit der  Hochseefischerei von den nächsten Generationen nicht vergessen wird.“
 
Der frühere Matrose und Fischverarbeiter ist in Rente und widmet sich seither der Arbeit an seiner Homepage. Auf dieser dreht sich – wie könnte es anders sein – alles um die Hochseefischerei. Da war es nur eine Frage der Zeit, bis auch der erste Hochseefischerei-Stammtisch gegründet wurde, bei dem  sich ehemalige oder noch Fahrensleute treffen um sich auszutauschen.
 
Der fünfte Stammtisch ist der Bayrische Stammtisch, der von Hans Kühn  im August ins Leben gerufen wurde. 
Das große Problem: Noch fehlen mehr Stammtisch-Mitglieder, beim ersten Treffen waren gerade mal drei dabei: „Deshalb bin ich jetzt halt auf der Suche nach Seeleuten, die Interesse an so einem Stammtisch hätten. Der Aufruf richtet sich selbstverständlich auch an alle Angehörigen ehemaliger Seeleute, da viele der älteren Altersgruppen mit dem Internet nicht vertraut sind.“
 
Wer mit Hans Kühn Kontakt aufnehmen will, kann dies über seine Homepage: http://www.hochseefischerhans.com tun. 


Autor: Birgit Reinbacher
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