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13.09.2012 Flughafen München

Wachstumschancen bei der Luftfracht gesichert

Startfreigabe für neue Frachthalle am Flughafen


Der Münchner Flughafen wächst auch weiterhin mit seinen Aufgaben. Am Donnerstag konnte im Bereich der Frachtanlagen des Münchner Airports das zweite Spediteursgebäude offiziell in Betrieb genommen werden.

Mit dieser Kapazitätserweiterung schafft die Flughafen München GmbH (FMG) die Voraussetzungen dafür, dass die prognostizierten Zuwächse bei der Luftfracht reibungslos bewältigt werden können. Verglichen mit dem ersten Betriebsjahr im Jahre 1992 ist das Luftfrachtaufkommen im Laufe der zwei Jahrzehnte um mehr als das Fünffache gestiegen.

 
„Die Zeiten, in denen der Luftfrachtverkehr am Flughafen München als nachrangiges Anhängsel des Passagierverkehrs gesehen worden ist, sind vorbei. Hier ist im Laufe der Jahre ein europäisches Logistikzentrum entstanden, das keinen nationalen oder internationalen Vergleich zu scheuen braucht“ betonte Thomas Weyer, Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur der Flughafen München GmbH anlässlich der Eröffnung. Weyer weiter: „Dass sich immer wieder renommierte internationale Unternehmen in unserer Region ansiedeln, hat auch damit zu tun, dass diese hier einen Luftverkehrsknotenpunkt vorfinden, der eben nicht nur im Passagier-, sondern auch im Frachtverkehr optimale Rahmenbedingungen schafft.“
 
Das neue Bauwerk ist – wie bereits das erste Gebäude – speziell auf den individuellen Bedarf der hier tätigen Speditionen zugeschnitten. Dies sind die fünf Frachtgesellschaften AHTS GmbH, DHL Forwarding, FEDEX, Rudolph Airtransfracht GmbH und Startrans Air Cargo Logistik GmbH, die sich bereits seit Jahren erfolgreich am Flughafen München engagieren. Für die Anlieferung, Lagerung, Sortierung und Weiterleitung des Frachtgutes stehen diesen Nutzern ab sofort insgesamt 16.000 Quadratmetern zusätzlich zur Verfügung. Mit dem Neubau erhöht sich die Hallenfläche im Frachtbereich des Münchner Flughafens auf mittlerweile 76.000 Quadratmeter.
 
Das  Gebäude weist eine Länge von 245 Metern, eine Tiefe von 65 Metern sowie eine Höhe von 14 Metern auf. An seiner Nordseite können 52 Lkw gleichzeitig andocken. Ein eigener Fahrweg für Dollyzüge und Stapler sorgt überdies für eine optimale Anbindung an das bestehende Frachtterminal.Mit der Generalplanung und der Durchführung des Projekts war die Firma Max Bögl aus der Oberpfalz betraut. In enger Zusammenarbeit mit den Experten der FMG konnte das Gebäude in einer Bauzeit von nur zehn Monaten termingerecht fertiggestellt werden. Beim Bau ist die FMG höchsten ökologischen Ansprüchen gerecht geworden, die durch die hohen Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen und Klimaschutz (DGNB) definiert werden. Die Investitionen für den neuen Frachtkomplex belaufen sich auf insgesamt 12,5 Millionen Euro.
Autor: we/bi
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