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04.10.2012 Flughafen München

Ungewöhnliche Fracht am Flughafen

Ein Flugzeug mit drei Flügeln


Der Super-Transporter „Beluga" hat eine ganz besondere Fracht zum Flughafen München gebracht: eine Tragfläche des zukünftigen Airbus A350 XWB.

Ein Flugzeug mit drei Flügeln wurde am Dienstag auf dem Vorfeld des Münchner Flughafens entladen. Bei dem dritten Flügel handelt es sich um das Frachtgut – eine Flugzeugtragfläche des künftigen Airbus A350 XWB.

 

Der Landung des Super-Transporters „Beluga“ war eine mehrmonatige, präzise Planung und Vorbereitung von Airbus, IABG mbH und der Flughafen München GmbH vorausgegangen. Für die Verladung des Flügels vom Frachtflugzeug auf einen Tieflader war eine 32 Meter lange, mobile Spezial-Plattform von Airbus in einer Wartungshalle am Airport angeliefert und zusammengebaut worden. Darüber hinaus wurde für den Abtransport der Tragfläche in Richtung Erding ein zusätzliches Tor im Osten des Flughafengeländes eingebaut.

 

In einer Testhalle der IABG auf dem Gelände des Fliegerhorstes Erding wird der Flügel nun einem Strukturermüdungstest unterzogen. Der Tragflügel wurde für Strukturversuche an den IABG-Standort Erding geliefert. Hier wird die Struktur der Tragfläche im Hinblick auf verschiedene Materialien (CFK, Metall) untersucht. Im Zuge dieses Versuches werden 43.200 Flüge simuliert. Dabei wird die Tragfläche mit Hilfe von 41 servohydraulischen Zylindern belastet.

 

Zudem werden am Versuchsflügel Untersuchungen der Anschlussbereiche des Hauptfahrwerks und des Triebwerkträgers durchgeführt. Zusätzlich zu den Ermüdungslasten erfolgt hier eine Belastung bis hin zur analytischen Bruchlast. Erste Testreihen sind für Anfang 2013 geplant.

Autor: cb

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