31.01.2012
Erding
Bayernweiter Plakatwettbewerb
Erdinger Mädels holen sich den ersten Platz

Foto: Kempf Volkmar
Unter dem Motto „Schlankheitswahn? Ist doch krank!“ prämierten das Bayerische Kultusministerium und der BKK Landesverband Bayern am Dienstag die fünf besten Plakate eines bayernweiten Wettbewerbs zum Thema „Essstörungen“.
Den 1. Preis mit 1000 Euro erhielt die Kleingruppenarbeit von Lena Bullok, Alina Schraud, Helene Ladstetter, Ann-Marie Wintergerst, Volkmar Kempf, 12. Klasse der Staatlichen Fachoberschule Erding.
Zur Teilnahme aufgerufen waren 2.500 weiterführende Schulen. Die Resonanz war enorm: 590 Beiträge wurden eingereicht, und weit über tausend Schülerinnen und Schüler von 150 Schulen beteiligten sich an dem Wettbewerb. Die Aufgabe bestand darin, ein Plakat mit einer Präventionsbotschaft zum Thema Essstörungen zu entwerfen. Eingereicht hatten die Schüler ihre Ideen als gemalte Plakate, Bleistiftzeichnungen, Bildcollagen oder auch computergestützte Fotomontagen.
„Sowohl die hohe Aktionsbeteiligung als auch die hohe Qualität der eingesendeten Werke zeigt, wie intensiv und sensibel sich die Jugendlichen mit dem Thema Essstörungen auseinandergesetzt haben. Mit der BKK-Aktion bauchgefühl wollen wir Jugendliche über die Gesundheitsgefahren des Schlankheitswahns aufklären und dazu motivieren, zu sich selbst zu stehen“, sagte Sigrid König, Vorständin des BKK Landesverbandes Bayern.
Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Schirmherr der Initiative „bauchgefühl“ erklärte: „Ich freue mich sehr, dass unsere Schülerinnen und Schüler sich so zahlreich an diesem Wettbewerb beteiligt haben. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, wie einfühlsam und reflektiert die jungen Menschen mit dem Problembereich „Essstörungen“ umgehen und wie sie sich aktiv und kreativ mit dem Thema auseinandersetzen.“
Der Wettbewerb knüpft an das bayernweite Unterrichtsprogramm „bauchgefühl“ an, welches vom BKK Landesverband Bayern initiiert und finanziert wurde. Unterstützt durch das Kultusministerium nahmen 1.500 Lehrer an über tausend Schulen an den Fortbildungen teil mit der Zielsetzung, das Thema Essstörungen in ihren Unterricht einzubinden. Essstörungen gehören in der westlichen Gesellschaft zu den am meisten verbreiteten psychosomatischen Erkrankungen unter Jugendlichen. Jedes dritte Mädchen und jeder sechste Junge zwischen 11 und 17 Jahren zeigt erste Anzeichen einer Essstörung.
Autor: we/bi
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