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03.08.2012 Niederneuching/Reisen

Tierretter im Dauereinsatz

Der Isarkanal, eine schreckliche Bambi-Todesfalle


Viermal binnen einer Woche mussten die Retter ausrücken um Tier vor dem Ertrinken im Isarkanal zu retten.

Der Isarkanal erweist sich immer mehr als unentrinnbare Falle für Wildtiere. Zum vierten Mal binnen sieben Tagen mussten am gestrigen Donnerstag, 2. August, Helfer und Retter zur Tierrettung ausrücken.

 

Auch die Wasserwacht Erding war bei gleich zwei Einsätzen am Donnerstag mit von der Partie. In der Frühe bei Niederneuching in erster Linie, um die Floriansjünger der eingesetzten Freiwilligen Feuerwehren bei der Bergung eines Rehs abzusichern. Im Einsatz: ein Wasserrettungszug samt Motorrettungsboot und vier Einsatzkräften.

 

Es sollte nicht der letzte Einsatz an diesem Tag bleiben. Gegen 18.40 Uhr wurde die Erdinger Wasserwacht zur Tierrettung im Isarkanal bei Reisen gerufen. Hauptsächlich, um auch hier die Feuerwehrmänner bei ihren Bergungsarbeiten abzusichern. Diemsal gleich mit zwei Wasserrettungszügen samt Motorrettungsboot und zwölf Einsatzkräften.

 

Zwei der Wasserwachtler fackelten nicht lange, sprangen in den Kanal und retteten ein Rehkitz. Sie brachten das kleine Bambi ans Ufer, wärmten und betreuten es, bis es nach etwa einer Viertelstunde wieder genug Kraft „getankt“ hatte, dass es guten Gewissens wieder in die Natur entlassen werden konnte.

 

Siegfried Ippisch, Vorsitzender der Wasserwacht Erding, ist froh über den glücklichen Ausgang dieser Tierrettung und schmunzelt: „Da bekommt die Re(h)animation doch eine ganz neue Bedeutung.“

Autor: Christian Blümel