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25.05.2012 Flughafen München

Magerl will’s genau wissen

Dritte Startbahn: Kostenexplosion wie in Berlin?


Die Grünen, allen voran Landtagsabgeordneter Christian Magerl, befürchten für die dritte Startbahn ein Kostendedakel wie beim neuen Berliner Flughafen. Deswegen wollen sie von den Airport-Gesellschaftern detaillierte Prognosen.

Nach dem geplatzten Eröffnungstermin für den neuen Berliner Flughafen wird immer deutlicher, dass auch der Kostenrahmen für das Projekt nicht zu halten ist. So soll das Terminal mit 1,22 Milliarden Euro doppelt so viel kosten, wie ursprünglich geplant. Für die drastischen Mehrkosten müssen sich nun die Gesellschafter, nämlich die Länder Berlin und Brandenburg sowie die Bund wappnen.

Drohen dem Flughafen München und seinen Gesellschaftern ähnliche Entwicklungen aus dem geplanten Bau der dritten Start- und Landebahn (im Bild o. orange gekennzeichnet, Foto: FMG)? Christian Magerl, umweltpolitischer Sprecher der Grünen und Vorsitzender des Umweltausschusses im Bayerischen Landtag, drängt in einer Schriftlichen Anfrage auf Informationen darüber, wie sich Mehrkosten für das Projekt im Erdinger Moos auf die öffentliche Hand auswirken würden.

„Auch die dritte Start- und Landebahn wurde zunächst mit einer Milliarde Euro beziffert, liegt jetzt aber schon bei 1,25 Milliarden –Tendenz nach oben offen“, so Magerl. Die Flughafen München Gesellschaft (FMG) behaupte zwar trotz ihres hohen Schuldenberges, das Projekt ohne Steuermittel finanzieren zu können. „Dennoch“, so der Grünen-Politiker, „hat sich die FMG ebenso wie die Staatsregierung bislang geweigert, den Finanzierungsplan für die dritte Start- und Landebahn offenzulegen.“

Magerl will daher wissen, ob und in welcher Höhe die drei Gesellschafter Freistaat Bayern, Landeshauptstadt München und der Bund Bürgschaften für die Finanzierung der Startbahn übernommen haben. „Dringend klarstellen“ müsse die Staatsregierung darüber hinaus, in welcher Höhe die einzelnen Gesellschafter haften müssen, falls auch in München die Kosten aus dem Ruder laufen. Das Beispiel Berlin solle allen Beteiligten eine deutliche Warnung sein.

Autor: cb

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